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Mehr Ärzte nach St.Gallen bringen

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Der Kantonsrat hat das Vorhaben zur Ausbildung von männlichen und weiblichen Ärzten in St.Gallen an der Februarsession einstimmig befürwortet. Ein Hauptziel des Joint Medical Masters ist, dass sich mehr angehende Ärztinnen und Ärzte nach dem Studium in der Region niederlassen. Nun kommt die Vorlage am 10. Juni 2018 vors Volk.

Ab dem Herbstsemester 2020 sollen neu 40 Studierende ihr Master-Hauptstudium in Humanmedizin an der Universität St.Gallen absolvieren können. Ihr Bachelor-Studium werden sie an der Universität Zürich abschliessen. Dieser sogenannte Joint Medical Master stützt sich auf eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Universitäten St.Gallen und Zürich in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital St.Gallen und dem Universitätsspital Zürich.

Die Anmeldezahlen sind erfreulich hoch. Die ersten Studierenden haben ihr Grundstudium in Zürich im Herbst 2017 bereits begonnen. Die Abstimmung vom 10. Juni über diese Vorlage stellt einen wichtigen Meilenstein in diesem Projekt dar. Vorausgegangen war ein Projekt, das verschiedene Varianten eines Medizinstudiums in St.Gallen geprüft hat. Anschliessend hat die Regierung Anfang November 2016 den Auftrag für das aktuelle Projekt Joint Medical Master erteilt.

Ärzte für die Ostschweiz sichern

Die Regierung, die Universität St.Gallen und das Kantonsspital sind überzeugt, mit dem «Joint Medical Master St.Gallen» ein modernes und innovatives Angebot schaffen zu können. Der in der Ostschweiz bereits bestehende Mangel an medizinischem Fachpersonal wird sich durch die demographische Entwicklung der Bevölkerung noch verstärken. Die Lage verschärft sich zudem aufgrund der Altersstruktur der Ärzte: Im Kanton St.Gallen ist die Hälfte der Grundversorger älter als 55 Jahre. Das Gesundheitswesen ist deshalb auf männliche und weibliche Mediziner aus dem Ausland angewiesen. Im Jahr 2016 besassen 43,8 Prozent aller in der Ostschweiz tätigen Ärzte ein ausländisches Diplom.

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