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Drohnen: Nehmen Sie Rücksicht auf Vögel und Wildtiere!

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Drohnen werden immer häufiger und zu vielerlei Zwecken eingesetzt. Dabei dringen sie auch in Gebiete vor, die bisher wenig oder gar nicht durch Störungen beeinträchtigt waren. Vögel und andere Wildtiere können Drohnen als Bedrohung wahrnehmen, was zu Stress führt. Das ist eine Belastung für die Tiere und kann das Überleben und den Fortpflanzungserfolg beeinträchtigen. Ein neues und breit abgestütztes Merkblatt zeigt nun, wie Störungen von Vögeln und anderen Wildtieren beim Fliegen mit Drohnen vermieden werden können.

Drohne jagt Graureiher: Ruhig steht der grazile Graureiher in einer Wiese im Wasser- und Zugvogelreservat Kaltbrunner Riet und sucht nach Nahrung. Plötzlich erscheint eine Drohne am Himmel. Der unbekannte Drohnenpilot nähert sich bewusst immer mehr dem erschreckten Graureiher. Die Drohne verfolgt ihn auch, als er fliegend das Weite sucht.

Diese Beobachtung wurde dem Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St.Gallen gemeldet. Zunehmend stellen Wildhüter und Naturbeobachter solche Störungen von Vögeln und anderen Wildtieren fest. In einem gemeinsamen Merkblatt haben nun Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz, der Schweizerische Drohnenverband und die Vogelwarte Sempach sowie zahlreiche weitere Organisationen Verhaltensregeln für Drohnenpiloten und -pilotinnen definiert. Mit Rücksicht und dem Einhalten dieser Regeln können Pilotinnen und Piloten von Drohnen Störungen vermeiden und so den Stress für Vögel und andere Wildtiere verringern.

Um Störungen von Vögeln und anderen Wildtieren zu vermeiden, sollen Drohnenpiloten

  • Orte mit wenig Störpotenzial auswählen
  • rücksichtsvoll fliegen
  • Flüge in sensiblen Gebieten vermeiden
  • Flüge in Naturschutzgebieten, Wildruhezonen und Wasser- und Zugvogelschutzgebieten sowie deren Umgebung unterlassen.

Der Flyer «Rücksicht beim Fliegen mit Drohnen» kann auf der Homepage www.anjf.sg.ch heruntergeladen werden.

Breite Abstützung durch Organisationen

Das Merkblatt erarbeitet haben BirdLife Schweiz, das Bundesamt für Umwelt, das Bundesamt für Zivilluftfahrt, JagdSchweiz, die Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz, die Konferenz der Beauftragten für Natur und Landschaft, Pro Natura, der Schweizerische Verband Ziviler Drohnen und die Schweizerische Vogelwarte Sempach. Das Merkblatt wird von diesen Beteiligten mitgetragen.

Auf der Website www.safedroneflying.ch werden Drohnenpiloten direkt auf das Thema aufmerksam gemacht und für die Vermeidung von Störungen sensibilisiert. Der Schweizerische Verband ziviler Drohnen führt die Regelungen für seine Mitglieder verbindlich ein.


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