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St. Galler E-Voting in der Kritik

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Die Berichterstattung der letzten Tage über einen angeblichen Hack des vom Kanton St.Gallen eingesetzten E-Voting-Systems hat zu Unklarheiten geführt.

Der Chaos Computer Club hat gegenüber Schweizer Radio und Fernsehen aufgezeigt, wie ein Stimmberechtigter, der die Internetadresse des E-Voting-Systems nicht korrekt in die Adresszeile eingibt, auf eine falsche Internetseite umgeleitet werden kann. Es handelt sich bei diesem Vorgehen aus Sicht der Staatskanzlei nicht um einen Hack des Systems, sondern um eine Simulation, wie User in die Irre geführt werden könnten. Diese Vorgehensweise wird bereits im Anhang der Verordnung der Bundeskanzlei vom 13. Dezember 2013 über die elektronische Stimmabgabe (Abschnitt 3.1) als ein Szenario beschrieben, für das Vorkehrungen zu treffen sind. Die Erkenntnisse sind also nicht neu.

Eine Umleitung der Internetverbindung auf eine falsche Seite reicht zudem nicht aus, um das Stimmgeheimnis zu brechen oder Stimmen zu manipulieren. Damit die Umleitung im Internet überhaupt grossflächig funktionieren würde, müssten zentrale Elemente der Internet-Infrastruktur unter Kontrolle gebracht werden. Das wäre sehr schwer unbemerkt vorzunehmen. Zudem können die Stimmberechtigten die Umleitung erkennen und reagieren.

Das aufgezeigte Vorgehen ist nicht neu und ermöglicht weder einen Bruch des Stimmgeheimnisses noch eine Manipulation von Stimmen. Jede und jeder Stimmberechtigte kann beim E-Voting-System überprüfen, ob seine Stimme richtig und unverändert übermittelt wurde, heisst es in einer Mitteilung des Kantons St. Gallen.

 

Bild: © garagestock

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