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AdBlue- und Fahrtenschreibermanipulation in St.Margrethen aufgeflogen

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Am Dienstag ist ein 45-jähriger Lastwagenfahrer im kanton St. Gallen am Grenzübergang St.Margrethen kontrolliert worden. Dabei wurden aufwändige Manipulationen am sogenannten AdBlue-System sowie am Fahrtenschreiber festgestellt. Der Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.

Spezialisten der Eidgenössischen Zollverwaltung kontrollierten beim Grenzübergang St.Margrethen einen rumänischen Sattelschlepper. Nach einem Anfangsverdacht und dem Beizug von Spezialisten der Kantonspolizei St.Gallen stellte das Mobile Einsatzteam fest, dass die Füllstandsanzeige sowie das ganze AdBlue-System (Abgasentgiftungssystem) mittels einer zusätzlich eingebauten Box manipuliert worden ist. Für die genaue Untersuchung wurde ein Fachbetrieb beigezogen. Dieser bestätigte, dass das AdBlue-Abgasnachbehandlungssystem vor der Kontrolle nicht in Betrieb war und ein unerlaubtes Zusatzgerät angeschlossen war. Diese Manipulation führte dazu, dass kein AdBlue verbraucht wurde und somit Kosten eingespart werden konnten.

Während der Überprüfung des Sattelschleppers mussten die Beamten der Kantonspolizei St.Gallen feststellen, dass auch beim digitalen Fahrtenschreiber Unstimmigkeiten vorliegen. So wurde beim Impulsgeber des Fahrtenschreibers ein Zusatzsystem eingebaut, welches die Fahrzeugbewegungen nicht wie vorgeschrieben registrierte. Damit konnten die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeits- und Ruhezeiten umgangen werden.

Der 45-jährge moldawische Lastwagenfahrer wurde bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Nebst einem Bussen- und Kostendepositum wurde der Ausbau und die Sicherstellung der Manipulationen verfügt.

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