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Manipulierte Abgasentgiftungssysteme festgestellt

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Die Spezialisten des Schwerverkehrskompetenzzentrums im Kanton Wallis (SVKZ) in St. Maurice hielten fünf Lastwagenfahrer an. Bei den kontrollierten Fahrzeugen wurden Manipulationen am Abgasentgiftungssystem festgestellt. Die Chauffeure wurden bei der zuständigen Behörde verzeigt.

Zwischen dem 23. März 2018 und dem 5. April 2018 stellten die Spezialisten des Schwerverkehrskompetenzzentrums (SVKZ) bei fünf – im Ausland immatrikulierten – schweren Motorfahrzeugen verbotene Manipulationen an den Abgasentgiftungsanlagen fest. Sie wurden auf der Autobahn A9 von der Kantonspolizei angehalten und ins Kompetenzzentrum zu einer technischen Kontrolle geführt. Dabei stellte die Polizei bei diesen Lastwagen ein Gerät fest, welches an den Stromkreis angeschlossen war.

Diese unerlaubten Installationen bei den mit Diesel betriebenen Fahrzeugen ermöglichen es, das Abgasentgiftungssystem des Typs „AdBlue“ zu deaktivieren. Das Ausschalten des Systems diente den verzeigten Transportunternehmen dazu, Kosten bei der „AdBlue“-Flüssigkeit einzusparen. Ohne „AdBlue“ erfüllt das manipulierte Fahrzeug die Abgasvorschriften nicht mehr. Auf dieser Grundlage wird u. a. die Schwerverkehrsabgabe (LSVA) erhoben.

Die Lastwagen wurden in der Folge ins Zollamt von Martinach eskortiert. Das Zollamt leitete seinerseits ein Verfahren wegen Widerhandlungen gegen das Schwerverkehrsabgabegesetz ein. Da die Unternehmen wegen Verstössen dieser Art bereits angezeigt wurden, könnte auch ein Fahrverbot für all deren Fahrzeuge in der Schweiz ausgesprochen werden.

Die Lastwagen konnten die Fahrt fortsetzen, nachdem der ordnungsgemässe Zustand wiederhergestellt war. Die elektronischen Geräte wurden beschlagnahmt.

Die weissrussischen Chauffeure mussten insgesamt eine Bussengarantie von CHF 9’000.00 leisten. Sowohl die Lenker als auch deren Arbeitsgeber wurden bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt verzeigt.

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