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Vier Skitourenfahrer im Wallis verstorben

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Am Sonntag gerieten 14 Skitourenfahrer in der Region «Pigne d’Arolla» in eine Schlechtwetterfront und mussten die Nacht im Freien verbringen. Dabei starben vier Personen, fünf weitere befinden sich nach wie vor in einem kritischen Zustand.

Gestern Vormittag, kurz vor 06:30 Uhr meldete der Hüttenwart der «Cabanne des Vignettes», dass im Gebiet «Pigne d’Arolla» mehrere Personen die Nacht im Freien verbracht hatten Unverzüglich wurden die notwendigen Einsatzkräfte aufgeboten. Sieben Helikopter der Air Glaciers, der Air Zermatt sowie der REGA – mit mehreren Ärzten und Gebirgsspezialisten an Bord – begaben sich vor Ort. Dort fanden sie 14 Personen vor, wovon mehrere stark unterkühlt waren. Eine Person war beim Eintreffen bereits tot. Wie sich herausstellte, war die Person an den Folgen eines Sturzes gestorben.

Die Skitourengänger wurden mittels Helikoptern in verschiedene Spitäler im Wallis und ausserhalb des Kantons transportiert. Dort sind inzwischen drei weitere Personen verstorben. Fünf Personen befinden sich immer noch in einem kritischen Zustand. Die restlichen Tourengänger erlitten leichtere Unterkühlungen, befinden sich jedoch ausser Lebensgefahr.

Gemäss ersten Ermittlungserkenntnissen verliessen am 29. April 2018 eine Gruppe von zehn Personen, darunter ein Bergführer, sowie eine 4er-Gruppe, welche die «Haute Route Chamonix – Zermatt» absolvieren wollten, die «Cabanne des Dix» (2’928 Meter über Meer). Die beiden Gruppen wollten über die klassische Route «la Serpentine» zur «Cabanne des Vignettes» auf 3’157 Meter über Meer gelangen. In der Region «Pigne d’Arolla» wurden sie von einem Sturm überrascht und waren gezwungen, die Nacht im Freien auf einer Höhe von 3’270 Meter über Meer zu verbringen.

Bei den Skitourenfahrern handelt es sich um italienische, französische und deutsche Staatsangehörige.

Die Opfer sind gegenwärtig noch nicht identifiziert.

Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.

Die Kantonspolizei Wallis hat eine Helpline für Familienangehörige der Opfer eingerichtet.

Helpline: 0848 112 117

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