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Casinoautomaten in der Schweiz geknackt – Internationale Bande aufgeflogen

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Eine internationale Bande manipulierte im Casino Crans-Montana die Spielautomaten. Mit insgesamt 144 Automaten gehört das Crans-Montana zu den Hotspots Schweizer Zocker. Bereits ab einem Rappen können Einsätze getätigt werden. Der maximale Einsatz laut der Webseite des Betreibers liegt bei 25 Franken, sodass ein Jackpot von 25.000 Franken erzielt werden kann.

Mit Glück hatte die Aktion der internationalen Bande nichts zu tun. Insgesamt sechs Männer wurden von der Polizei geschnappt und verhaftet. Wie das Westschweizer Fernsehen mitteilte, handelt es sich bei den Festgenommen um eine internationale Bande, die im letzten Jahr bereits die Spielautomaten manipuliert haben sollen.

Videoüberwachung und Zutrittssperre für die „Spieler“

Zum aktuellen Ermittlungsstand kann sich der Geschäftsführer des Schweizer Casino Verbandes derzeit nicht äussern. Der Spielbetrieb in dem betroffenen Casino gelte als einer der am strengsten kontrollierten Orte, im Glücksspielbereich.

Durch die Videoüberwachung konnte man die Männer wiedererkennen und identifizieren, sodass auch Manipulationen aus dem Vorjahr festgestellt werden konnten. Da alle Schweizer Casinos über ein gemeinsames Zutrittssystem verfügen, wird den Männern in der Schweiz kein weiterer Betrug gelingen. Aufgrund dessen, dass der Ausweis bei jedem Besuch vorgelegt werden muss, können die Betrüger in der Schweiz keinen Fuß mehr in eine Spielhalle oder ein Casino setzen, ohne erkannt zu werden.

Auch das ESBK kann derzeit keine Auskünfte erteilen

Da das Verfahren gegen die internationale Bande derzeit läuft, kann auch das ESBK keine neuen Informationen zu diesem Fall abgeben. Dennoch wird von Marjorie Perusset vom ESBK bestätigt, dass die Spielbanken der Schweiz im Bezug auf die Sicherheit einen sehr hohen Stellenwert besitzen. Dies sei im eigenen finanziellen Interesse, aber auch aufgrund des Rufes nötig.

Um die Spielautomaten manipulieren zu können, geht man derzeit davon aus, dass die sechs Männer über ein Insiderwissen verfügen, da dieses benötigt wird, um auf die Software zugreifen zu können. Neben der internationalen Bande steht derzeit auch ein Casino-Angestellter als Tatverdächtiger fest.

Auch wenn das Personal streng selektiert und kontrolliert wird, verfallen einige Mitarbeiter dem Reiz des schnellen Geldes und lassen sich auf illegale Aktivitäten ein, äusserte sich Marc Friedrich vom Schweizer Casino-Verband. Dennoch sei dies ein Einzelfalls, da ihm kein Casino-Mitarbeiter bekannt sei, der an Betrügereien beteiligt gewesen ist oder Insiderwissen ausgeplappert hat.

Zu der sorgfältigen Überprüfung gehöre beispielsweise auch ein Auszug aus dem Strafregister, um feststellen zu können, dass man sich nicht auf illegale Betrügereien einlässt. Die Spielbanken seien laut Perusset dazu angehalten, während des gesamten Angestelltenverhältnisses dafür Sorge zu tragen, dass die Mitarbeiter über Kernkompetenzen und Fähigkeiten verfügen.

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Vier der Sechs Beteiligten sitzen derzeit in U-Haft

Derzeit sitzen vier der sechs Beteiligten noch in Untersuchungshaft, wie Cynthia Zermatten von der Walliser Staatsanwaltschaft am Mittwoch berichtete. Bei einer drohenden Verurteilung drohe jedem der Täter eine Haftstraft von bis zu zehn Jahren.

Online Casinos schützen sich durch verschiedene Software vor Betrügern

Einen solchen Betrug gibt es doch nur in Filmen, werden sich die meisten nun denken. Doch ganz im Gegenteil – jährlich werden mehrere Millionen Franken durch genau diese Betrugsmaschen erbeutet, sofern die Betrüger nicht schnell genug auffliegen.

Online Casinos, wie auf https://www.onlinecasinobetrug.net zu finden, schützen sich gegen solche illegalen Aktivitäten durch verschiedene Schutzsysteme. Auch die Spielerüberprüfung findet im Netz Anklang, sodass besondere Regularien gelten, bevor ein Spieler eine Einzahlung im Online Casino vornehmen darf. Durch die erteilte Glücksspiellizenz sind die Online Casinos an Auflagen gebunden und müssen diese zum Schutz der Spieler unbedingt einhalten.

Generell widmen sich Zocker immer mehr den Online Casinos, da diese auch auf dem Smartphone oder vor dem heimischen Rechner bespielt werden können. Dieses Vorgehen bringt Spielern jedoch auch Nachteile, da sie kaum noch geschützt werden, im Bezug auf die Einsätze. Während das Casino Crans-Montana über einen maximalen Einsatz von 25 Franken verfügt, können Online mehrere hundert Franken mit nur einem Dreh eingesetzt werden. Manch ein Spieler verliert dadurch schnell einmal die Übersicht über seine Finanzen und stürzt sich geradewegs in den finanziellen Abgrund. In einem Casino hingegen, sind die Mitarbeiter darauf geschult, Spielsucht schnell erkennen zu können und dem Betroffenen Hilfe anbieten zu können.

 

Bild1: © Welcomia/123rf.com
Bild2: © Piotr Zajda/123rf.com

 

 

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