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Zuger gegen Initative für bezahlbaren Wohnraum

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Die Zuger Stimmbevölkerung hat gestern die Gesetzesinitiative «für bezahlbaren Wohnraum» abgelehnt. Damit ist das Volk der Empfehlung des Regierungs- und Kantonsrats gefolgt und spricht der Zuger Wohnraumförderung ihr Vertrauen aus. Die Zuger Regierung begrüsst diesen Entscheid und will den bewährten Weg weitergehen.

«Wir interpretieren das Nein der Volksabstimmung als Bestätigung, den bisherigen Weg der Zuger Wohnraumförderung weiterzugehen», erklärt der Zuger Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel. «Die Ablehnung der Gesetzesinitiative richtet sich ─ so auch die Hauptargumente von Regierungs- und Kantonsrat ─ gegen vermehrte staatliche Überregulierungen, die in ihrer Wirkung den Wohnungsmarkt eher lähmen anstatt fördern. «Es bleibt das Ziel der Zuger Politik, den preisgünstigen Wohnraum zu fördern; dabei sind Anreize und Möglichkeiten zum preisgünstigen Wohnungsbau gefragt, nicht fixe Regulierungen und Vorgaben.»

Partnerschaftliche Zusammenarbeit
Die Zuger Wohnraumförderung setzt auf die langfristige Zusammenarbeit des Kantons mit den Gemeinden und allen im Wohnungsbau tätigen Kreisen. Dank gemeinsamer Planung mit den Bauträgerinnen und Bauträgern, den Gemeinden und den Landbesitzenden entstehen kontinu-ierlich und auf lange Sicht preisgünstige Wohnungen. Die gemeinnützigen Bauträgerinnen und Bauträger können von Kanton und Gemeinden mit verschiedenen Instrumenten (z.B. mit Miet-zinsbeiträgen und vergünstigten Darlehen) unterstützt werden. Matthias Michel ist überzeugt: «Die Bauträgerinnen und Bauträger erfüllen eine wichtige Funktion in einem Kanton, der haus-hälterisch mit Bauland umgehen muss.»

Investitionen für preisgünstigen Wohnraum
Seit Einführung der Förderungsmassnahmen wurden mehr als 70 Bauvorhaben mit Investitionen von 20 Millionen Franken bei der Erstellung von preisgünstigem Wohnraum unterstützt (zum Beispiel: Liegenschaften Herti, Zug; Hello, Baar; Schlattwäldli, Hünenberg; Schluechtstrasse, Cham; Carmel, Menzingen; Zentrum Dreilinden, Rotkreuz).

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