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SP will Werbung für Babynahrung weiter beschränken

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Die Aargauer Nationalrätin Yvonne Feri fordert den Bundesrat auf, Artikel 41 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung "Werbebeschränkungen für Säuglingsanfangsnahrungen" auf Folgenahrungen bis zum Alter von zwölf Monaten auszudehnen.Mit ihrem Vorstoss möchte die SP-Nationalrätin Frauen dazu bringen, in Zukunft ihre Kinder mehr zu Stillen, weil dies laut der WHO die gesündeste Ernährung für Säuglinge wäre.

Laut der Ansicht von Yvonne Feri liegt die Entscheidung wie ein Säugling ernährt wird in der Eigenverantwortung der Eltern. Ihre vorliegende Motion bezieht sich nur auf die Werbung, indem der Artikel nicht nur für Säuglingsmilch für Kinder bis zum Alter von 6 Monaten gelten soll, sondern auch für Folgenahrung. Nur so kann das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erreicht werden, dass die Werbung für alle Muttermilchersatzprodukte, d.h. Säuglingsmilch für Kinder bis zum Alter von zwölf Monaten eingeschränkt ist.

Laut der schweizerischen Gesetzgebung darf Säuglingsanfangsnahrung, d.h. Säuglingsmilch für Kinder bis zum Alter von sechs Monaten, nicht beworben werden. Säuglingsanfangs- und Folgenahrungen sind sich in ihrer Zusammensetzung sehr ähnlich. Die Produkte werden mit nahezu gleicher Packungsgestaltung angeboten und wirken für Verbraucher daher wie zwei Fassungen des gleichen Produkts mit lediglich unterschiedlicher Altersindikation. Werbung für eine Folgenahrung bewirkt deshalb auch unmittelbar eine Bewerbung der entsprechenden Säuglingsanfangsnahrung. Faktisch wird somit das Werbeverbot der Säuglingsanfangsnahrung umgangen. Und diese Umgehung darf nicht toleriert werden, so Yvonne Feri.

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