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Stadt Luzern: Ausbildungsplätze für Flüchtlinge

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Der Stadtrat will Flüchtlinge und "vorläufig Aufgenommene" dabei unterstützen, schneller in den Arbeitsmarkt zu finden.

In der Stadt Luzern leben nahezu 1000 Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene, welche wirtschaftliche Sozialhilfe beziehen. Ihnen will der Stadtrat helfen, sich schneller in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Rahmen der Gewinnverwendung will er für ein dreijähriges Projekt 1,5 Millionen Franken investieren.

Zielgruppen für alle Massnahmen sind Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene, welche in der Stadt Luzern leben und Sozialhilfe beziehen. Der Stadtrat geht davon aus, dass die Anzahl der betroffenen Menschen zunehmen wird; dies wegen der gestiegenen Zahl von Asylgesuchen in den vergangenen Jahren. Die Auswirkungen der Asylbewegungen sind in den Gemeinden mit Verzögerung zu beobachten: Während der ersten zehn Aufenthaltsjahre von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen in der Schweiz ist der Kanton Luzern für die Integration und die Ausrichtung der wirtschaftlichen Sozialhilfe zuständig, danach die Gemeinden.

So wird die Stadt Luzern im kommenden Jahr 68 Sozialhilfe-Dossiers vom Kanton übernehmen mit wirtschaftlicher Sozialhilfe in der Höhe von gut 560'000 Franken. Im Jahr 2017 waren es 56 Dossiers mit Ausgaben in der Höhe von knapp 266'000 Franken.

Integration wird schwierig

In Deutschland ist die Hälfte der Flüchtlinge unter 25 und hat noch nie eine Ausbildung gemacht. Ihre Fähigkeiten zu lernen, lesen und zu schreiben, sind in den Teenager-Jahren verblasst. "Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass die Mehrheit der jungen Flüchtlinge eine dreijährige Ausbildung nicht schaffen wird", so ein Wirtschaftsprofessor an der Universität München. "Siebzig Prozent der Asylsuchenden aus Syrien, Afghanistan und aus dem Irak, die eine Ausbildung begannen, haben diese vor dem Abschluss wieder aufgegeben." 65 Prozent der Flüchtlinge erfüllen nicht einmal die internationalen Standards der grundlegenden Lese- und Schreibfähigkeiten, sie seien "Funktionale Analphabeten", so Professor Wössmann.

Für die Stadt Luzern könnte dies bedeuten, dass ein Grossteil der 1,5 Millionen Franken aus den Taschen der Steuerzahler, vom Stadtrat für dieses Projekt wohl schon fast fahrlässig einfach in den Sand gesetzt wird.

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