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Zu wenig Angebote für die Kinderbetreuung im Kanton Zug

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Die Nachfrage im Kanton Zug nach Kinderbetreuung ist höher als die Angebote

Im Kanton Zug hat das öffentliche und private Angebot im Bereich der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung zwischen 2005 und 2017 deutlich zugenommen. Die Anzahl Plätze ist im Erhebungszeitraum von 1'587 auf 4'441 gestiegen (plus 180 %), die Anzahl der betreuten Kinder in der gleichen Zeitspanne von 1'987 auf 5'158 (plus 210 %). Dies geht aus dem Monitoringbericht 2017 hervor.

Erhebliche Unterschiede je nach Gemeinde

Insgesamt liegt die Betreuungsquote - das heisst, die Anzahl familienextern betreuter Kinder im Verhältnis zur Gesamtzahl Kinder - im Kanton Zug bei 38 %, wobei die Unterschiede in den Gemeinden erheblich sind. Baar liegt mit 51 % an der Spitze, Neuheim mit 10 % am Ende der Skala. Die Anzahl Plätze ist kantonsweit von 1'587 im Jahre 2005 auf 4'441 im Jahre 2017 gestiegen (plus 180 %), die Anzahl der betreuten Kinder in der gleichen Zeitspanne von 1'987 auf 6'158 (plus 210 %). «Damit ist der Kanton Zug in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie einen Schritt weiter, aber noch nicht am Ziel, denn die Angebote entsprechen noch nicht dem Bedarf und die Elternbeiträge sind zu hoch», so Frau Landammann Manuela Weichelt. Was die Betreuungsquote von 38 % angeht, müsse diese relativiert werden, so Weichelt, da nur die institutionalisierten Angebote statistisch erfasst worden seien. «Berücksichtigt man auch Grosseltern, Nachbarschaft, Spielgruppen und Nannies, die sehr viel Betreuungsarbeit leisten, würde die Betreuungsquote deutlich höher liegen.»

Mittagstisch und Plätze für Babys besonders gefragt

Seit 2005 ist das Angebot der Tagesstrukturen für Schulkinder am stärksten gewachsen (plus 316 %), am zweitstärksten dasjenige der Kitas (plus 120 %). Rückgängig ist die Zahl der Plätze in Tagesfamilien (minus 57 %). «Nach wie vor ist ein Ausbau bei den Mittagstischen, Tagesschulen und Babyplätzen notwendig», hält Frau Landammann Weichelt-Picard fest. Was die Betreuung während den 14 Wochen Schulferien angeht, wächst das Angebot von öffentlichen und privaten Anbietern ebenfalls kontinuierlich. Mittlerweile bieten neun von elf Gemeinden eine entsprechende Betreuung an. Sie reicht von vier bis zehn Wochen pro Jahr.

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