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Stadt Zug zahlt "Abwrackprämie" für Ölheizungen

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Die Stadt Zug hat sich verpflichtet, mittelfristig die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Die Stimmberechtigten haben eine entsprechende Volksinitiative am 15. Mai 2011 angenommen. Dass alte Ölheizungen – trotz Alternativen – noch zu häufig mit neuen Ölheizungen ersetzt werden, soll eine Abwrackprämie ändern. Neu werden auch spezielle Systemlösungen von Elektromobilladestationen unterstützt.

In der Stadt Zug werden heute neun von zehn Gebäuden fossil beheizt, in etwa hälftig mit Heizöl und Gas. «Fossile Rohstoffe werden aber immer kostbarer, um sie zu verheizen» sagt Urs Raschle, Vorsteher des Departementes Sicherheit, Umwelt und Soziales und ergänzt, dass die allgemeinen Kosten des Klimawandels immer grösser werden. Zu oft werden aber alte Ölheizungen wieder mit Ölheizungen ersetzt. Was auf den ersten Blick als einfach und günstig erscheint, kann auf lange Sicht betrachtet teuer werden, so wird beispielsweise alleine die CO2-Abgabe des Bundes auf Heizöl neu auf 25 Rp./Liter angehoben.

Noch sind in der Stadt Zug über 1000 Ölheizungen in Betrieb. Viele davon sind mehr als 20 Jahre alt und werden wohl in den nächsten Jahren ersetzt. Insbesondere bei kleineren Anlagen gäbe es meist auch umweltfreundlichere Alternativen, die jedoch eine höhere Investition voraussetzen.

Vor diesem Hintergrund sollen im 2018 vorerst 20 Eigentümer von alten Ölheizungen in den Genuss einer zusätzlichen Abwrackprämie kommen, wenn sie sich denn für ein Heizsystem entscheiden, das mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Ist die alte Heizung 20-jährig und nicht grösser als 40kW, werden CHF 5'000.00 in Aussicht gestellt. Wer zusätzliche Massnahmen trifft, kann weitere Beiträge erhalten.

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