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Lebensmittel: 90 Prozent der Luzerner Betriebe arbeiten gut

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Die Luzerner Lebensmittelbetriebe hielten sich 2018 grossmehrheitlich an die Vorgaben bezüglich Sicherheit, Qualität und Deklaration. Dies zeigen die rund 6500 Proben und 1916 Inspektionen der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz. Insgesamt mussten 560 Proben beanstandet werden

Die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz hat 2018 rund 6500 Proben aus den Bereichen Lebensmittel, Trinkwasser und Gebrauchsgegenstände wie Modeschmuck untersucht. 8,6 Prozent mussten beanstandet werden. Die meisten Beanstandungen durch die Lebensmittelkontrolle des Kantons Luzern hatten mikrobiologische Mängel im Bereich der Hygiene als Ursache. Diese sind vielfach auf eine unsachgemässe Handhabung wie die Lagerung bei zu hohen Temperaturen, ungenügende Warentrennung oder Überschreiten der Verbrauchsfristen zurückzuführen. Mengenmässig weniger bedeutsam waren Verunreinigungen oder Mängel bei der Kennzeichnung.
 
124 Betriebe mangelhaft

Neben der Prüfung von Lebensmitteln haben die Kontrolleure 1650 Inspektionen durchgeführt, namentlich in Trinkwasserversorgungen sowie Industrie-, Gewerbe-, Handels- und Verpflegungsbetrieben. Aspekte wie die Sauberkeit und der Zustand der Infrastruktur, die Ausbildung der Mitarbeitenden oder die Verarbeitung von Lebensmitteln vor Ort wurden angeschaut. Bei über 92 Prozent der Inspektionen wurden gute bis sehr gute Verhältnisse festgestellt. Bei 124 Betrieben (rund acht Prozent) wurden grössere Mängel vorgefunden. «Bei Mängeln werden die Betriebe verpflichtet, diese zu beheben. Zudem werden schlechtere Betriebe häufiger kontrolliert als gute», sagt Kantonschemiker Silvio Arpagaus, Leiter der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz.
 
Lebensmittelbetrug macht vor der Schweiz nicht halt


In zwei internationalen Fällen musste sich der Kantonschemiker mit gefälschten Lebensmitteln beschäftigen. In einem Fall war hochwertiger Wein betroffen, in einem anderen – eher untypischen Fall – Zitronensaftkonzentrat. In beiden Fällen lag der Ursprung der Ware im Ausland. Die Fälle wurden in Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Behörden bearbeitet. «Lebensmittelbetrug ist nicht neu», sagt Arpagaus. «Neu ist jedoch die Professionalität und die kriminelle Energie, mit welcher dieser betrieben wird.»

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