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Luzerner Polizei übt Sonderlage

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image Bild: Kapo Luzern

Die Luzerner Polizei hat gestern eine grössere Übung durchgeführt. Ziel der Übung war es, die polizeiliche Arbeit in einer Sonderlage zu trainieren und die internen Abläufe zu verbessern.

Am Mittwoch, 5. Juni 2019, ging bei der Luzerner Polizei ein Notruf ein. Eine Frau meldete, dass ihr Schwiegersohn dessen Frau sowie die gemeinsamen Kinder in einer Wohnung in Sempach bedrohe. In der Folge flüchtete der Mann mit seiner Frau als Geisel quer durch die Luzerner Landschaft und tauchte schliesslich in Nottwil im Gemeindehaus auf, wo seiner Frau die Flucht gelang. Stattdessen nahm der Mann im Gemeindehaus den dort tagenden Nottwiler Gemeinderat als Geiseln, wobei nach einer Schussabgabe eine Person verletzt wurde.
 
Dieses Szenario einer Sonderlage bildete die Grundlage für eine Übung der Luzerner Polizei, die unter anderem auch von Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker beobachtet wurde. Bei der Übung waren rund 150 Einsatzkräfte beteiligt, neben Angehörigen der Luzerner Polizei auch Teams der Rettungsdienste sowie ein Armee-Helikopter. Ziel der Übung war es, die Prozesse bei der Einsatzführung zu überprüfen und die gültige Einsatzdoktrin in einer konkreten Sonderlage umzusetzen. Als Sonderlagen werden polizeiliche Ereignisse wie etwa Geiselnahmen, Amokläufe, Entführungen oder Terrorakte eingestuft. Die aus der Übung gewonnenen Erkenntnisse werden nun in die Weiterentwicklung der Ereignisbewältigung einfliessen.
 
Während der Übung kam es im Raum Sempach und Nottwil kurzfristig zu Verkehrsbehinderungen und Umleitungen. Die Luzerner Polizei dankt der betroffenen Bevölkerung für das Verständnis und der Gemeinde Nottwil für das Entgegenkommen bei der Durchführung dieser Übung.

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