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Bevölkerung in Emmen lehnt «Wachstumsinitiative» ab

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Die «Wachstumsinitiative» der SVP erleidet Schiffbruch. Mit einem Nein-Stimmenanteil von 62 Prozent wird die Gemeindeinitiative «Emmen soll vernünftig in die Zukunft wachsen» abgelehnt. Der Gegenvorschlag des Gemeinderates wurde hingegen mit einem Ja-Stimmenanteil von 68 Prozent angenommen.

Keine starre Wachstumsbeschränkung, sondern eine qualitative Wachstumssteuerung: Dafür plädierte der Gemeinderat mit seinem Gegenvorschlag zur «Wachstumsinitiative» der  SVP  – und stiess damit seitens der Emmer Stimmbevölkerung auf offene Ohren. 2’550 Personen haben für den Gegenvorschlag gestimmt, 1’211 waren dagegen. Die  Stimmberechtigten wollen also das  Bevölkerungswachstum der Gemeinde nicht mittels einer fixen Zahl begrenzen, sondern dieses qualitativ steuern. «Wir freuen uns über  das  Abstimmungsergebnis»,  sagt  Gemeindepräsidentin  Ramona  Gut-Rogger  (FDP).  «Die Emmerinnen und Emmer geben uns damit ein probates Mittel an die Hand, um ein massvolles Wachstum ihrer  Gemeinde  anzustreben  und  dieses  nachhaltig  zu  gestalten.»  Das  Abstimmungsergebnis  in  der

Übersicht:
 
«Wachstumsinitiative»  1’502 Ja-Stimmen / Nein-Stimmen 2’445
Gegenvorschlag: 2’550 Ja-Stimmen / Nein-Stimmen 1’211
Stichfrage: 1’384 Stimmen für Initiative / 2’534 Stimmen für Gegenvorschlag (nicht relevant, da die Initiative abgelehnt wurde)
Stimmbeteiligung: 25 Prozent
 
Moderat, kontrolliert, effizient
Die Initiative «Emmen soll vernünftig in die Zukunft wachsen» verlangte, dass die Bautätigkeit in der Gemeinde Emmen so gestaltet wird, dass das Bevölkerungswachstum im fünfjährigen Durchschnitt 0,7 Prozent pro Jahr nicht übersteigt. Diese Bestimmung hätte in der Gemeindeordnung verankert werden sollen.  Der  Gegenvorschlag  des  Gemeinderates  in  Form  eines  Reglements  zur  Lenkung  des Bevölkerungswachstums und zur qualitativen Entwicklung von Emmen hingegen hält behördenverbindlich fest, dass das Wachstum der Gemeinde auf die bestehenden Bauzonen beschränkt wird, während eine qualitätsvolle Verdichtung in Zentrumslagen möglich bleibt.

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