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Stadtrat verpasst Polizei Maulkorb

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Künftig wird die Stadtpolizei Zürich die Nationalität eines mutmasslichen Täters nicht mehr automatisch nennen, sondern nur noch auf Anfrage. Dies hat Stadtrat Richard Wolff, Vorsteher des Sicherheitsdepartements, heute angeordnet. Die regelmässige Nennung der Nationalität in Polizeimeldungen ist diskriminierend, weil damit suggeriert wird, die Tat lasse sich mit der Nationalität des Täters erklären.

In der Schweiz hat in den letzten zwanzig Jahren ein Wandel stattgefunden von einer Kriminalitätsberichterstattung, die mehrheitlich die Herkunft der Täterinnen und Täter nicht nannte, zu einer Berichterstattung mit Nationalitätennennung.

Stadtrat Richard Wolff, von der Partei Alternative Liste, ordnet nun an, die Stadtpolizei habe in ihren Medienmitteilungen die Herkunft von Täterinnen und Tätern nicht mehr automatisch zu nennen. Ausgenommen sind Medienmitteilungen mit Fahndungsaufruf. Auf Anfrage gibt die Stadtpolizei die Nationalität jedoch bekannt. Dies ist eine Rückbesinnung auf eine frühere, bewährte Praxis.

Die Stadtpolizei Zürich wird die Vorgabe des Sicherheitsvorstehers per sofort umsetzen.

Das Schweiz Magazin wird sich dieser Praxis anschliessen und in Fahndungsaufrufen der Stadtpolizei Zürich zukünftig keine Nationalitäten mehr angeben oder das Geschlecht benennen. In Fotos zu Fahndungsaufriufen werden die Gesichter der mutmasslichen Täter künftig geschwärzt und unkenntlich gemacht, da es sich um eine ausländische Person handeln könnte. Das gilt auch für Fahndungsaufrufe nach Fahrzeugen, bei denen zukünftig auf die Angabe der Automarke verzichtet wird, da es sich um ein ausländisches Produkt handeln könnte und vom Hersteller oder von einigen Lesern als diskriminierend empfunden werden könnte.

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