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Stadt Zürich testet Kunststoff-Sammlung in Quartieren

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Die Stadt Zürich will das Recycling von Plastik fördern und damit Ressourcen schonen. ERZ testet darum während sechs Monaten eine Kunststoff-Sammlung in zwei Quartieren.

Der Inhalt eines durchschnittlichen Züri-Sacks besteht zu über 10 Prozent aus reinem Plastik. Es existieren jedoch Kunststoffe, die in der Vergangenheit weder nach Sorten getrennt noch zu einem wiederverwertbaren Granulat verarbeitet werden konnten. Plastik wurde deshalb hauptsächlich im Kehrichtheizkraftwerk verbrannt und als Energielieferant genutzt.

Die technische Entwicklung ermöglicht es heute, Kunststoffe zu trennen und zur Wiederverwertung aufzuarbeiten. Weil ERZ Entsorgung + Recycling Zürich die Wertstoffkreisläufe, wenn immer möglich schliessen will, testet die Dienstabteilung darum vom 15. Juni bis zum 11. Dezember die Sammlung von Kunststoffen in Quartieren. In Höngg (PLZ-Gebiet 8049) und Schwamendingen (PLZ-Gebiet 8051) können die Anwohnerinnen und Anwohner darum an 17 bestehenden Wertstoff-Sammelstellen neben Glas und Kleinmetall neu auch Plastikabfall entsorgen. In separaten Behältern werden zum Beispiel Flaschen, Säcke oder Verpackungen aus Plastik angenommen. Nach der Sammlung werden die Kunststoffe sortiert und der stofflichen Verwertung zugeführt. So entsteht aus Abfall der Rohstoff für neue Kunststoffprodukte. Was stofflich nicht verwertet werden kann, wird im Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz verbrannt. Aus dieser Abwärme gewinnt ERZ wiederum Wärme für Haushalte und Betriebe.

«Mit dem Versuch wollen wir neue Erkenntnisse zu einem möglichen Kunststoff-Sammelsystem in der Stadt Zürich gewinnen», sagt Stadtrat Richard Wolff, der Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements. «Immer noch besser ist allerdings, Abfall zu vermeiden. So, wie es auch das Umweltschutzgesetz vorsieht.»

Unterstützt wird der Versuch mit einer finanziellen Beteiligung des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL).

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