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ENSI beurteilt den Betrieb der Schweizer Atomkraftwerke positiv

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Die Atomkraftwerke in der Schweiz sind im Jahr 2013 sicher betrieben worden. Auch der Schutz der Bevölkerung vor Strahlung war jederzeit gewährleistet. Zu diesem Ergebnis kommt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI in einer ersten Bilanz des vergangenen Aufsichtsjahrs.

„Die bewilligten Betriebsbedingungen wurden jederzeit eingehalten", sagt Georg Schwarz, Leiter des Aufsichtsbereichs Atomkraftwerke und stellvertretender ENSI-Direktor. „Die Anlagen befinden sich in einem guten sicherheitstechnischen Zustand. Dies wird durch die Inspektionen sowie periodischen Sicherheitsüberprüfungen bestätigt."

Im vergangenen Jahr hat das ENSI über 370 Inspektionen durchgeführt. Die provisorische Zahl der meldepflichtigen Vorkommnisse, die für die nukleare Sicherheit relevant sind, lag mit 37 Meldungen im Schwankungsbereich der Vorjahre:

    2 Vorkommnisse betrafen das AKW Beznau 1
    5 Vorkommnisse betrafen das AKW Beznau 2
    7 Vorkommnisse betrafen das AKW Gösgen
    7 Vorkommnisse betrafen das AKW Leibstadt
    13 Vorkommnisse betrafen das AKW Mühleberg
    2 Vorkommnisse betrafen die Atomanlagen des PSI
    1 Vorkommnis betraf den Forschungsreaktor der Universität Basel

Keine Vorkommnisse verzeichnete das ENSI beim Zentralen Zwischenlager Würenlingen und beim Forschungsreaktor der ETH Lausanne. Das ENSI wird in seinem Aufsichtsbericht im zweiten Quartal 2014 detailliert über die Vorkommnisse berichten.

Im Jahr 2013 kam es im Leistungsbetrieb der fünf Reaktoren zu keinen Schnellabschaltungen.

Hingegen wurde am 14. August 2013 im Atomkraftwerk Mühleberg bei einem Test während der jährlichen Revision die Reaktorschnellabschaltfunktion ausgelöst. Der Reaktor war zu diesem Zeitpunkt bereits seit drei Tagen abgeschaltet.

Schutz der Bevölkerung vor Strahlung gewährleistet
„Die Abgaben radioaktiver Stoffe an die Umwelt via Abwasser und Abluft aus den Kernanlagen in der Schweiz lagen auch im vergangenen Jahr weit unter den bewilligten Werten", fasst Georges Piller, Leiter des Fachbereichs Strahlenschutz zusammen. Das ENSI hat im vergangenen Jahr keine unerlaubten Abgaben radioaktiver Stoffe aus den Anlagen festgestellt.

Mit seinem Messnetz MADUK kontrolliert das ENSI rund um die Uhr die Radioaktivität in der Umgebung der Atomkraftwerke in der Schweiz. Erhöhte Strahlenwerte sind sofort erkennbar. Entsprechend wurde der Anstieg der Radioaktivität bei einzelnen Sonden in der Nähe des Atomkraftwerks Leibstadt am 8. und 9. Oktober 2013 sofort registriert. Anschliessende Abklärungen durch das ENSI zeigten, dass der Anstieg auf natürliche Radioaktivität zurückzuführen war.

Lehren aus Fukushima
Auch im zweiten Jahr nach dem Reaktorunfall in Fukushima ging die Umsetzung der Lehren aus dem Ereignis weiter. Im Rahmen des zweiten Aktionsplans hat das ENSI folgende Themen aufgegriffen:

    Erdbeben
    Integrität des Containments
    extreme Wetterbedingungen
    Erhöhung der Sicherheitsmargen
    Wasserstoffmanagement
    Severe Accident Management
    Notfallmanagement
    Erfahrungsrückfluss

Das ENSI nahm zudem an den weiterführenden Arbeiten (Follow up) zum EU-Stresstest teil. Darin wird die Umsetzung der empfohlenen Massnahmen in Europa verfolgt. Im ersten Quartal 2014 wird das ENSI den dritten Aktionsplan Fukushima veröffentlichen.


Atomkraftwerk explodiert - Betreiber zahlen nichts

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