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Viele Festansprachen am Nationalfeiertag

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Anlässlich des Nationalfeiertags 2017 waren unsere Bundesräte und die Bundespräsidentinn auf zahlreichen Veranstaltungen und begingen den Tag gemeinsam mit dem Volk. Natürlich mussten sie auch die obligatorischen Reden halten.

Bundesrat Guy Parmelin Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) betonte: "Es handelt sich um einen besonderen Moment, wie ich bereits hervorgehoben habe, währendem wir die grossen Mythen unserer Geschichte beschwören, um die Natur des Geistes, der unser Land festigt und uns ihm näher bringt, zu verstehen versuchen.

"Alte und moderne Mythen verleihen diesem Geist Stolz (zum Beispiel durch das Bild von Wilhelm Tell), Mut (Winkelried), Menschlichkeit (Henry Dunant), Kampfgeist (Roger Federer) und Geduld. Eine Fähigkeit, die unseren Mitbürgerinnen und -bürgern Beharrlichkeit, Ausdauer und Beständigkeit bringt", so Guy Parmelin weiter.

Bundeskanzler Walter Thurnherr sagte auf dem Rütli:"Ich persönlich - das möchte ich entschuldigend gleich zu Beginn einschieben - war in meiner Jugend einer Überdosis 1. August-Ansprachen ausgesetzt. Im Nachhinein frage ich mich, ob das Fest bei uns im Dorf jährlich zwei oder drei Mal gefeiert worden ist. Es waren auch gute Reden darunter. Andere aber waren derart missraten, dass man unweigerlich in Gedanken zur Bratwurst abschweifte, welche die wartende Menge für das geduldige Zuhören belohnen sollte."

"Im Wesentlichen sind zwei Dinge passiert: Erstens die Schweiz schuf 1848, was die EU 140 Jahre später anstrebte: Den Binnenmarkt: Freier Warenverkehr, die Abschaffung von über 400 Binnenzöllen. Freier Personenverkehr, alles andere als unumstritten. Und freier Kapitalverkehr. Zweitens, die Schweiz schuf 1848 und 1874 eine der modernsten Verfassungen Europas. Nicht nur in ihrer Form und wegen den neuen Grundrechten. Das Revolutionäre daran, gerade auch im Unterschied zur amerikanischen Verfassung, an der sie sich orientiert hatte, ist folgender Punkt: Die Verfassung enthielt im Kern auch die Anleitung, wie die Verfassung selbst sich ändern soll. Heute würden wir sagen, sie war und ist ein verdammt raffinierter Algorithmus", so Bundeskanzler Walter Thurnherr.

Bundesrat Ueli Maurer sprach zum 1. August 2017 in Gluringen (VS), in Seegräben (ZH), Weiningen (TG), Elgg (ZH) und Regensdorf (ZH). Seine Rede lief unter der Überschrift „Freiheit als Vermächtnis“. "Manchmal ist es ja so, dass man gerade das Wichtigste im Alltag übersieht – weil wir glauben, es sei selbstverständlich. Ich habe immer wieder den Eindruck, in der Schweiz gehe es uns auch so, dass wir das Wichtigste übersehen, was dieses Land ausmacht: Die Freiheit" so Bundesrat Maurer.

Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF sagte: "Die Politik-Kultur der Schweiz ist letztlich nichts anderes als der gemeinsame Wille, unser Land trotz seinen Unterschieden zusammen zu halten und erfolgreich zu entwickeln. Ein Land, das keine natürlichen Grenzen hat, keine gemeinsame Sprache oder Religion aber gerade deswegen eine faszinierende Vielfalt."

Bundespräsidentin Doris Leuthard sagte in ihrer Rede: "Über Jahrzehnte haben unsere Vorfahren und wir alle aus diesem kleinen Flecken Erde ein lebens- und liebenswertes Stück Heimat gemacht. Das ist gut gelungen. Überall beneidet man uns um unsere Errungenschaften. Wir dürfen stolz sein auf das Erreichte."

 

Foto: © Vadym Zaitsev/123rf.com

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