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Die Schweiz bekämpft Tuberkulose in der Ost-Ukraine

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Der siebte Hilfstransport der Humanitären Hilfe der Schweiz hat heute die ostukrainische Stadt Lugansk erreicht. Übergeben wurde ein neuer Apparat zur Diagnose von Tuberkulose. Das Gerät ermöglicht eine rasche Erkennung der gefährlichen Lungenkrankheit, wodurch ihre Verbreitung eingedämmt werden kann.

Am 18. Oktober hat ein Hilfstransport der Humanitären Hilfe der Schweiz die ostukrainische Stadt Lugansk erreicht. Das Schweizer Begleitteam übergab der Tuberkuloseklinik Lugansk ein neues Analysegerät und zugehöriges Verbrauchsmaterial zur Bekämpfung von Tuberkulose im Wert von 180‘000 Franken. Die Schweiz ist die erste humanitäre Akteurin, die seit dem Ausbruch des Konfliktes 2014 Apparate zur Erkennung von Tuberkulose nach Lugansk bringen konnte, wo eine Tuberkuloseepidemie die Region bedroht.

Im Sommer 2014 zu Beginn des Konfliktes im Osten der Ukraine wurde das Labor der Tuberkuloseklinik in Lugansk beschossen und beschädigt. Seither dauert die Diagnose der gefährlichen Lungenkrankheit knapp zwei Monate. Die in die NGCA (Nicht von der Regierung kontrolliertes Gebiet) transportierten Hilfsgüter der Schweiz ermöglichen eine schnelle und effiziente Diagnose innerhalb von wenigen Stunden. Die rasche Krankheitserkennung ist deshalb von Bedeutung, weil jede nicht diagnostizierte Tuberkulose zu einer Zeitbombe werden und weitere Menschen anstecken kann.
 
Die Ukraine weist in Europa die meisten Fälle von neuerkrankten Tuberkulosepatienten pro Jahr auf. Zudem sind gemäss WHO-Statistik immer mehr Fälle von Antibiotika-resistenter Tuberkulose in der Lugansk-Region zu verzeichnen. Diesbezüglich steht die Ukraine weltweit an fünfter Stelle.

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