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Caritas fordert Anerkennung von 150 Millionen Klimaflüchtlingen

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image Bild: "obs/Caritas Schweiz / Caritas Suisse/Alexandra Wey"

Der Klimawandel zwingt immer mehr Menschen zur Flucht. Dies ist zurzeit an der Klimakonferenz der Uno in Bonn ein kontrovers diskutiertes Thema. Reiche Länder wie die Schweiz dürfen die Augen vor dieser Entwicklung nicht verschliessen und müssen Verantwortung übernehmen, schreibt Caritas Schweiz in einem neuen Positionspapier.

Der Weltklimarat schätzt, dass Klimaveränderungen bis ins Jahr 2050 weltweit 150 Millionen Menschen zur Flucht treiben. Vor allem Kleinbäuerinnen, Viehhirten und Fischer, aber auch Landlose und Slumbewohner in den ärmsten Ländern zählen zu den Klimaflüchtlingen. Sie erreichen nur selten die reichen Länder wie die Schweiz. Die weitaus grösste Anzahl von Klimaflüchtlingen beherbergen Entwicklungsländer, denn die Fluchtbewegungen finden vor allem im eigenen Land oder in den direkten Nachbarländern statt.

Klimaflüchtlinge fallen nicht unter den Schutz der Genfer Flüchtlingskonvention. Aus Sicht der Caritas ist dies ein Missstand, den es dringend zu beheben gilt.

Die Caritas ruft in ihrem Positionspapier "Schutz und Perspektiven für Klimaflüchtlinge" die Schweizer Politik zum Handeln auf. Erstens braucht es einen internationalen Rechtsrahmen, der Klimaflüchtlinge als solche anerkennt und Schutz bietet. Caritas Schweiz fordert den Bundesrat dazu auf, einen entsprechenden Schutzstatus einzuführen.

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