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Der ambulante Spitalbereich legt zu

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Im Jahr 2016 kam es in den Schweizer Spitälern zu 18,3 Millionen ambulanten Konsultationen und beinahe 1,5 Millionen stationären Spitalaufenthalten.Dies sind eins der Ergebnisse der neuen Spitalstatistiken des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Im Jahr 2016 wurden 15 Geburtshäuser, 140 Akutspitäler, 51 Psychiatrien, 56 Rehabilitationskliniken und 21 andere Spezialkliniken erfasst. Diese 283 Spitalbetriebe verteilten sich schweizweit auf 569 Standorte. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Anzahl der Standorte konstant.

29 Prozent der Spitalkosten fallen im ambulanten Bereich an

Der ambulante Spitalbereich verbuchte 7,4 Milliarden Franken Kosten. Dies entspricht einer Zunahme von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Entsprechend wurden 6,1 Prozent ambulante Konsultationen mehr gezählt. Bei den stationären Aufenthalten waren es 18,6 Milliarden Franken (+1,6%). Ein stationärer Fall kostete 2016 im Durchschnitt rund 12'900 Franken und somit 100 Franken weniger als 2015. In den letzten fünf Jahren nahmen die ambulanten Kosten jährlich um 6,5 Prozent zu, die stationären Kosten um 3,5 Prozent.

Stationäre Spitalaufenthalte für eine Million Personen

Die annähernd 1,5 Millionen stationären Spitalaufenthalte verteilten sich auf über eine Million Personen. Dies entspricht rund 12 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Anzahl Fälle nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent zu, wohingegen die Anzahl der behandelten Personen deutlich weniger anstieg (+0,5%). Die Anzahl der stationär geleisteten Pflegetage erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 11,7 Millionen. In den Akutspitälern sank die durchschnittliche Aufenthaltsdauer um 1,1 Prozent auf 6,1 Tage Aufenthalt pro Fall.

Häufigste Hospitalisierungsgründe

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (Arthrose, Gelenk- und Rückenprobleme) waren der häufigste Grund für eine Hospitalisierung (190'000 Fälle). Zweithäufigste Ursache waren Verletzungen (183'000 Fälle) gefolgt von Erkrankungen des Kreislaufsystems (157'000 Fälle). Zum ersten Mal waren auch bei den Hospitalisierungen aufgrund von psychischen oder Verhaltensstörungen (einschliesslich Demenzerkrankungen und Schizophrenie) mehr als 100'000 Fälle zu verzeichnen.

Mit über 28'000 Hospitalisierungen waren die affektiven Störungen, im Speziellen die Depressionen, die häufigsten psychischen Erkrankungen und so zahlreich wie nie zuvor. Insgesamt kamen in den Geburtsabteilungen der Spitäler und Geburtshäuser mehr als 86'000 Kinder zur Welt, davon über 28'000 per Kaiserschnitt, was 33 Prozent entspricht.

 

Bild: © ginasanders/123rf.com

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