Home | Nachrichten | Schweiz | Die Schweiz gibt 321 Mio. Dollar an Nigeria zurück

Die Schweiz gibt 321 Mio. Dollar an Nigeria zurück

Schriftgrösse: Decrease font Enlarge font
image

Im Einklang mit ihrer Politik im Bereich der Rückführung illegal erworbener Vermögenswerte einigte sich die Schweiz mit Nigeria und der Weltbank über die Rückführung von rund USD 321 Millionen zugunsten der nigerianischen Bevölkerung.

Der Direktor der Direktion für Völkerrecht und Schweizer Delegationsleiter am GFAR, Botschafter Roberto Balzaretti, unterzeichnete das Abkommen gemeinsam mit dem nigerianischen Justizminister Abubakar Malami, sowie dem Leiter der Weltbankvertretung in Abuja, Rachid Benmessaoud. Das auf Seiten der Schweiz von Botschafter Pio Wennubst, Vize-Direktor der DEZA verhandelte Abkommen legt fest, dass die Restitutionsgelder im Rahmen eines von der Weltbank unterstützten und beaufsichtigen Projekts zurückgeführt werden. Dieses stärkt die soziale Sicherung der ärmsten Schichten der nigerianischen Bevölkerung. Das Abkommen regelt zudem die Auszahlung der Restitutionsgelder in Tranchen und sieht konkrete Massnahmen im Falle von Missbrauch und Korruption vor.

Diese Vermögenswerte, die zunächst in Luxemburg blockiert waren, wurden durch die Schweiz im Rahmen eines von der Genfer Staatsanwaltschaft gegen Abba Abacha geführten Strafverfahrens repatriiert und konfisziert. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Freitag, 1. Dezember 2017, die Unterzeichnung des Abkommens genehmigt.

Abba Abacha war der Sohn des ehemaligen nigerianischen Militärmachthabers Sani Abacha. Er wurde im Juni 2010 zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt, weil er an einer kriminellen Organisation teilgenommen hatte. Sein Vermögen wurde konfisziert.

hinzufügen zu: Add to your del.icio.us del.icio.us | Digg this story Digg
  • email An einen Freund versenden
  • print Druckversion
  • Plain text Klartext
Tags
Keine Tags für den Artikel vorhanden
Umfrage: Ạ̈mterhäufung
Fast alle Politiker sammeln neben ihrer eigentlichen Tätigkeit, für die sie gewählt wurden, eine grosse Anzahl von weiteren Ạ̈mtern mit fetten Nebenverdiensten. Was halten unsere Leser davon?