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Winterolympiade 2026: Das Volk soll entscheiden

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Sollte der Bundesrat an der im Oktober 2017 festgelegten Unterstützung von bis zu einer Milliarde Franken für das Projekt "Sion 2026" festhalten, so wird er von der SP- Nationalrätin Silva Semadeni beauftragt, dem Parlament eine referendumsfähige Gesetzesgrundlage vorzulegen.

Die Nationalrätin gibt zu bedenken, dass viele Städte und Länder hohe Defizite übernehmen und so bittere Erfahrungen machen mussten, andere haben auch aus diesem Grund - wie 2013 und 2017 per Volksabstimmung der Kanton Graubünden - eine Kandidatur abgelehnt. Das IOC schützt sich vor Risiken und trägt keine Defizite. Im Host City Vertrag wird festgelegt, dass die Gastgeberstadt die gesamtschuldnerische Haftung für Ausrichtung und Ablauf der Spiele übernimmt. In der heutigen Zeit ist, nebst den hohen Organisations- und Durchführungskosten zudem mit sehr hohen Sicherheitskosten zu rechnen, heisst es im Vorstoss von Silva Semadeni.

Weil olympische Winterspiele ein grosses, ausserordentliches finanzielles Engagement des Bundes verlangen und eine imageträchtige Angelegenheit von nationaler Bedeutung sind, die auch Begeisterung im Volk voraussetzt, fordert die Nationalrätin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz, dass das Schweizer Stimmvolk sich dazu äussern soll. "Ein solcher Grossanlass muss von der Bevölkerung getragen werden", so Silva Semadeni.

Die XXV. Olympischen Winterspiele sollen im Jahr 2026 stattfinden. Die Gastgeberstadt wird voraussichtlich bei der 133. IOC-Versammlung im September 2019 im italienischen Mailand verkündet werden. Der Bundesrat sieht in Olympischen Spielen eine grosse Chance für Sport, Wirtschaft und Gesellschaft. Deshalb unterstützt er die Kandidatur für "Sion 2026".

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