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Bauern fordern fairen Milchpreis

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Die Bewegung «Initiative Fair» wurde von neun Milchbäuerinnen und Milchbauern aus allen Regionen der Schweiz ins Leben gerufen. An der heutigen Medienorientierung in Zürich haben sie ihr Manifest verkündet: die Initiative fordert mehr für einheimische Milchproduzenten und das Naturprodukt Milch und kämpft für einen fairen Preis von 75 Rappen pro Liter Milch für die Bauern.

Obwohl Schweizer Milch geschätzt wird, erzielen sehr viele einheimische Milchbauern aktuell kaum noch kostendeckende Preise. Für Milch, die im Detailhandel für ca. CHF 1.40 verkauft wird, erhalten die Bauern häufig nur 56 Rappen und arbeiten damit am Existenzminimum. Viele Bauern können ihre Milchproduktion nur weiterführen, indem z.B. Familienangehörige unentgeltlich auf dem Betrieb mitarbeiten. Neun Bauern aus allen Regionen der Schweiz lassen nun auf Worte Taten folgen und haben sich in der «Initiative Fair» zusammengeschlossen und das Gütesiegel «Fair» geschaffen.

Die zukunftsorientierten Initianten - die Generation «Fair» - streben eine langfristige Verbesserung der Milchpreise an und fordern einen fairen Preis von 75 Rappen pro Liter Milch. Unter dem Gütesiegel «Fair» wollen sie Milch und weitere Milchprodukte wie Rahm, Butter, Käse oder Joghurt in die Regale der Grossverteiler und wichtigen Retailer in der Schweiz bringen. Mit dieser kleinen Preiserhöhung können Bauern ihre Kosten decken und über kurz oder lang die nötigen Investitionen tätigen, um die Anforderungen an das Tierwohl und die Produktion zu erfüllen und weiterhin nach modernsten Methoden produzieren zu können.

Priska Wismer, Milchbäuerin aus Rickenbach/LU und Sprecherin der «Initiative Fair» unterstreicht die Hauptanliegen der Initianten: «Wir wünschen uns, dass die Wertschätzung für das Naturprodukt Milch und der damit verbundenen Arbeit erhalten bleibt. Und wir wünschen uns einen besseren und fairen Milchpreis, damit wir unsere landwirtschaftlichen Betriebe nachhaltig weiterentwickeln können. Sowohl Mensch als auch Tier sollen sich auf unseren Höfen weiterhin wohl fühlen».

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