Home | Nachrichten | Schweiz | Vier Alpenländer gegen die Tuberkulose beim Rotwild

Vier Alpenländer gegen die Tuberkulose beim Rotwild

Schriftgrösse: Decrease font Enlarge font
image

Deutschland, Liechtenstein, Österreich und die Schweiz wollen bei der Überwachung und Bekämpfung der Tuberkulose beim Rotwild im Alpenraum enger zusammenarbeiten. Vertreterinnen und Vertreter der vier Länder haben am 7. März 2018 in Salzburg eine gemeinsame Erklärung unterschrieben. Ziel ist es, die Ansteckung von Menschen und Nutztieren zu verhindern.

Die Tuberkulose beim Wild im Alpenraum stellt eine Gefährdung für Mensch und Tier dar. Seit Jahren wird der Erreger Mycobacterium caprae beim Rotwild im alpinen Raum im Grenzgebiet von Deutschland und Österreich festgestellt. Vereinzelt ist es dort zu Ansteckungen in Rinderbeständen gekommen. Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein sind bislang nicht betroffen. Weiterhin sind alle vier Länder «offiziell anerkannt frei von Tuberkulose in der Rinderpopulation»

Die Veterinärdienste der vier Länder sind sich einig, dass es am wirkungsvollsten ist, wenn Massnahmen koordiniert ergriffen werden, um die Tuberkulose beim Rotwild im Alpenraum einzudämmen und eine Ausbreitung zu verhindern.

Die am 7. März 2018 unterschriebene Erklärung umfasst folgende Punkte:

  • Die Überwachung und Bekämpfung soll zwischen Deutschland, Österreich, dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz verstärkt koordiniert erarbeitet und umgesetzt werden. Dazu wird eine länderübergreifende Kerngruppe eingesetzt.
  • Die Ausbreitung der Tuberkulose beim Wild sowie der Erfolg der Bekämpfungsmassnahmen soll transparent für alle dokumentiert werden.
  • Wo Lücken in der Forschung bestehen, sollen diese gemeinsam angegangen werden.

Die Massnahmen dienen dem gesundheitlichen Schutz von Mensch und Tier und der Gewährleistung von sicheren Lebensmitteln.

Die unterzeichnenden Parteien sind wie folgt:

  • Bayrisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Referat Tierseuchen
  • Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, Schweiz
  • Bundesland Tirol, Landesveterinärdirektion
  • Bundesland Vorarlberg, Abteilung Veterinärangelegenheiten
  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Österreich, Tiergesundheit
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Unterabteilung 32 Tiergesundheit und Tierschutz, Deutschland
  • Liechtensteinische Landesverwaltung, Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen
  • Kanton Appenzell AI/AR, Veterinäramt beider Appenzell
  • Kanton Graubünden, Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit
  • Kanton St. Gallen, Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen
  • Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden- Württemberg, Referat Tiergesundheit
hinzufügen zu: Add to your del.icio.us del.icio.us | Digg this story Digg
Tags
Keine Tags für den Artikel vorhanden
Umfrage: Schutz vor Terror
Welche Methode wäre die beste, die Schweizer Bürger vor Terroranschlägen zu schützen?