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Schweizer Delegation an UNO-Konferenz zur Stellung der Frau

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Gestern begann in New York die 62. Sitzung der UNO-Kommission für die Stellung der Frau (CSW). Im Zentrum der diesjährigen Session steht die Verwirklichung der Geschlechtergleichstellung und die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und Mädchen im ländlichen Raum. Die Schweiz wird durch eine Delegation unter der Leitung von EDA-Generalsekretär Markus Seiler und Sylvie Durrer, Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG vertreten.

Die Gleichstellung von Frau und Mann ist eine Priorität der schweizerischen Aussenpolitik. Die Stärkung der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Frauen sowie die Bekämpfung von jeglicher Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen sind Kernbereiche der EDA-Strategie zu Geschlechtergleichstellung und Frauenrechten. In ihrer internationalen Zusammenarbeit setzt sich die Schweiz auch für die Stärkung der Frauen im ruralen Milieu ein. Diese spielen eine zentrale Rolle bei der Armutsreduktion und der Ernährungssicherheit, da sie einen substantiellen Beitrag zur landwirtschaftlichen Produktion und der ländlichen Wirtschaft leisten. „Im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit erachtet die Schweiz den gleichberechtigten Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen als notwendige Etappe auf dem Weg zur Geschlechtergleichstellung“, betont EDA-Generalsekretär Markus Seiler in der offiziellen Schweizer Stellungnahme.

«In der Schweiz haben Frauen in der Landwirtschaft eine grosse gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung», betont Sylvie Durrer, Direktorin des EBG. Laut Durrer machen sie rund 37% der in der Landwirtschaft beschäftigten Personen aus. Sie leisten vielfältige Aufgaben im Bauernhaushalt und auf dem Betrieb, bei der Erziehung der Kinder, bei der Pflegearbeit und in ihrer beruflichen Tätigkeit ausserhalb des Betriebes. Bund und Interessenverbände sind daher bestrebt, für diese Bedeutung und die speziellen Herausforderungen von Frauen in der Landwirtschaft, insbesondere was ihre rechtliche Stellung und die soziale Absicherung betrifft, auf verschiedensten Ebenen zu sensibilisieren.

Die Rolle der Frauen im ländlichen Raum war bereits 2012 Hauptthema der CSW. Aufgrund der nach wie vor bestehenden globalen Herausforderungen in diesem Bereich wurde die Thematik erneut auf die Agenda gesetzt. Die Schweiz wird sich an der diesjährigen Sitzung schwerpunktmässig in den Bereichen politische Partizipation und Repräsentation von Frauen, gleiche Rechte beim Zugang zu Land, finanzielle Inklusion als Mittel zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit und für die Anerkennung unbezahlter Care-Arbeit einsetzen. Nebst dem EDA und dem EBG ist das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) Teil der Delegation. Mit Kathrin Bieri, Co-Geschäftsführerin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes (SBLV), ist ebenfalls die Zivilgesellschaft in der offiziellen Schweizer Delegation vertreten.

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