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Armutsprävention soll weitergeführt werden

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Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18.4.2018 eine positive Bilanz gezogen über das Nationale Programm gegen Armut, das 2018 nach fünf Jahren endet.

Aktuell sind 7,5 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung oder 615‘000 Personen in der Schweiz armutsbetroffen, davon sind 108‘000 Kinder. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Armutsquote stabil, wenn auch mit leicht steigender Tendenz. Um die Massnahmen zur Prävention von Armut in der Schweiz zu verbessern, hat der Bund in den letzten fünf Jahren gemeinsam mit den Kantonen, Städten und Gemeinden sowie Nicht-Regierungsorganisationen das Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut umgesetzt. Die Kosten dafür beliefen sich gesamthaft auf 9 Millionen Franken.

Massnahmen werden weitergeführt

Massnahmen der Armutsprävention sind aus Sicht des Bundesrates eine wirksame und kostengünstige Alternative zu späteren Transferzahlungen in Form von Sozialleistungen. Der Bundesrat will sein Engagement deshalb weiterführen und stellt dafür in den nächsten fünf Jahren je 500‘000 Franken zur Verfügung. Damit werden die verabschiedeten Empfehlungen umgesetzt und auch künftig Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung geschaffen. Dem Bundesrat ist darüber im Jahr 2024 ein neuer Bericht vorzulegen.

Der Bundesrat verzichtet jedoch auf die Einführung eines Armutsmonitorings. Das Bundesamt für Statistik führt bereits Untersuchungen zur Entwicklung der Armut in der Schweiz durch und publiziert Berichte darüber.

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