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Cyberangriff RUAG: GPK-N lobt Bundesrat und VBS

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Im Rahmen ihrer Abklärungen zum Cyberangriff auf die RUAG kommt die GPK-N zum Schluss, dass der Bundesrat und das VBS rasch und angemessen auf den Vorfall reagiert haben, indem sie die Risiken analysierten und entsprechende Massnahmen anordneten.

Im Januar 2016 wurde der Bundesrat informiert, dass die RUAG Ziel eines Cyberangriffs geworden war. In der Folge ergriff er zusammen mit dem VBS als zuständigem Departement verschiedene Massnahmen. Nachdem der Angriff öffentlich bekannt geworden war, leitete die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates (GPK-N) eigene Abklärungen ein. Dabei legte sie ihren Fokus auf die Frage, ob die verantwortlichen Bundesstellen – insbesondere der Bundesrat und das VBS – angemessen und mit der nötigen Dringlichkeit auf den Vorfall reagiert hatten und dabei die Wahrung der Interessen des Bundes als Alleinaktionär der RUAG sicherstellten. Die Prüfung der Umsetzung der Massnahmen zur Bewältigung des Cyberangriffs stand dagegen nicht im Fokus, da diese Aufgabe durch andere Stellen, insbesondere durch die Eidg. Finanzkontrolle, wahrgenommen wird.

Die GPK-N erhielt im Rahmen ihrer Abklärungen detaillierte Angaben über die vom Angriff betroffenen Datenverzeichnisse und die damit verbundenen Risiken. Auf der Basis dieser Informationen stuft sie den Vorfall als gravierend ein. In ihrem Bericht vom 8. Mai 2018 hält sie aber auch fest, dass der Vorfall vom Bundesrat und vom VBS ab dem Zeitpunkt seiner Entdeckung mit der nötigen Dringlichkeit und angemessenen Massnahmen angegangen wurde. Die RUAG bzw. deren Leitung benötigte hingegen mehr Zeit, bis sie das Ausmass des Angriffs und die damit verbundenen Risiken anerkannte und eigene Massnahmen anordnete. Die GPK-N begrüsst es daher, dass das VBS diesbezüglich Druck ausübte und mehrfach bei der Firma intervenierte.

Die Kommission erachtet es auch als sinnvoll, dass Bundesrat den Umsetzungstand der von ihm angeordneten Massnahmen durch die EFK prüfen lässt. Sie hat dabei zur Kenntnis genommen, dass die Entflechtung der Netze von Bund und RUAG komplex und zeitaufwendig ist, fordert aber dennoch, dass diese mit grösster Dringlichkeit vorangetrieben werden muss. Zudem erwartet sie vom VBS, dass es die Umsetzung der von der RUAG selber eingeleiteten Massnahmen kritisch begleitet und falls nötig interveniert.

 

 

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