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Fleischproduzenten fürchten Mercosur-Abkommen

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Bundesrat Johann Scheider- Ammann hat seine Promotionsreise zugunsten des Freihandelsabkommen mit dem Mercosur abgeschlossen. Die Schweizer Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor warnt vor den Nachteilen, die ein Abkommen mit dem Mercosur darstellt, insbesondere für die Fleischproduzenten, und zwar auch im Premium-Segment.

Anstatt auf hohe Standards im Handel mit landwirtschaftlichen Produkten zu setzen, hat Bundesrat Johann Scheider- Ammann zugunsten einer Marktöffnung für Billig-Importe, produziert unter bedenklichen Bedingungen für Tier- und Umweltschutz verhandelt.

Die Landwirtschaft in den Mercosur-Ländern produziert in einem Umfeld mit deutlich geringeren Kosten und einem wesentlich weniger umfassenden gesetzlichen Rahmen als die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft. Trotz hohem Bildungsgrad und allerbestem Willen können die Schweizer Produzenten nicht mit den argentinischen Rindfleischproduzenten oder den brasilianischen Geflügelproduzenten mithalten. Wir spielen nicht in der gleichen Liga.

Die Schweiz muss ihren Teil der Verantwortung für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion tragen. Sie kann auf internationaler Ebene ein Vorbild sein. Wir können nicht alle Probleme und Umweltauswirkungen im Zusammenhang mit der Ernährung ins Ausland exportieren. Wir wollen eine starke und vielfältige Land- und Ernährungswirtschaft und keine Grünlandmonokultur mit einer Landwirtschaft, die auf den Export einiger weniger Käsespezialitäten abzielt. Das bedeutet, dass wir an starken Rahmenbedingungen festhalten müssen, damit in der Schweiz komplette Wertschöpfungsketten einschliesslich Produktion und Veredelung von Nahrungsmitteln eine Zukunft haben.

Die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor setzt sich zusammen mit ihren Partnern vehement für verlässliche Rahmenbedingungen ein, um Arbeitsplätze in der Wertschöpfungskette und eine Zukunft für Betriebe und Unternehmen in der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft zu gewährleisten.

 

Bild: © Alex Proimos/CC BY-NC 2.0

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