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Fürsorgerische Zwangsmassnahmen: Bundesrätin sagt Danke

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Der Runde Tisch für die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 hat nach Erfüllung seiner Aufgabe bereits im Februar die letzte Sitzung abgehalten. An einem Anlass in Bern hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga am Donnerstag allen Mitwirkenden für ihren wertvollen Einsatz gedankt.

Bundesrätin Sommaruga erinnerte daran, was seit der ersten Sitzung vor fünf Jahren am Runden Tisch in Bewegung gekommen ist: Soforthilfefonds, Volksinitiative, konkrete Vorschläge für ein Gesetz, Verabschiedung des Gesetzes in Rekordzeit, wissenschaftliche Aufarbeitung, Auszahlung des Solidaritätsbeitrags. Vor allem aber hätten am Runden Tisch erstmals die Behörden nicht über die Betroffenen geredet, sondern mit ihnen.

Der Runde Tisch war im Juni 2013 von Bundesrätin Simonetta Sommaruga eingesetzt worden. Er hatte den Auftrag, eine umfassende Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 vorzubereiten und in die Wege zu leiten. Zunächst unterstützte der Runde Tisch den Aufbau von Anlaufstellen in den Kantonen, erliess Empfehlungen betreffend die Aktensicherung und den Aktenzugang. Weiter schuf er einen Soforthilfefonds für Härtefälle. Im Anschluss begleitete das Gremium den politischen Entscheidungsprozess und die Umsetzung des Bundesgesetzes über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981. Am 8. Februar 2018 hielt der Runde Tisch seine letzte Sitzung ab.

 

Foto: © Paul Senn/wiedergutmachung.ch

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