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Schweizer deutlich gegen EU- und NATO-Beitritt

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Die Schweizer Stimmbevölkerung fühlt sich sehr sicher, blickt der Zukunft der Schweiz signifikant optimistischer entgegen und vertraut den Schweizer Behörden und Institutionen überdurchschnittlich stark. Gegenüber der Schweizer Armee ist die Bevölkerung positiv eingestellt. Dies zeigen die Resultate der Studie «Sicherheit 2018» der Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich und des Center for Security Studies, ETH Zürich.

2018 fühlen sich Schweizerinnen und Schweizer sehr sicher. Das allgemeine Sicherheitsempfinden ist mit 95% sehr hoch. Zudem fühlt sich die Schweizer Stimmbevölkerung im öffentlichen Raum signifikant sicherer (83%, +4%) als noch 2017. Gegenüber dem Vorjahr beurteilen 2018 signifikant mehr Schweizerinnen und Schweizer die Zukunft der Schweiz optimistisch (87%, +5%).

Das mittlere Vertrauen in Institutionen und Behörden liegt 2018 über dem langjährigen Schnitt (2018: 6.7 auf einer 10er Skala, langjähriger Durchschnitt 6.3). Die Polizei (7.9) geniesst nach wie vor das höchste Vertrauen, gefolgt von den Gerichten (7.4). An dritter Stelle folgt der Bundesrat mit 7.0. Die mittleren Positionen belegen die Schweizer Wirtschaft (6.9), die Schweizer Armee (6.6, –0.2) und das eidgenössische Parlament (6.4, –0.2). Erstmals wird den Medien (5.7, +0.2) mehr vertraut als den politischen Parteien (5.4). Gegenüber dem Vorjahr wird der Armee und dem eidgenössischen Parlament signifikant weniger und den Medien signifikant mehr Vertrauen entgegengebracht. Insgesamt bewertet die Schweizer Stimmbevölkerung die Armee positiv. Mit 81% wird der Notwendigkeit der Schweizer Armee überdurchschnittlich stark zugestimmt.

64% der Befragten befürworten, dass der «Terrorismus mit allen Mitteln bekämpft werden sollte, auch wenn dabei persönliche Freiheitsrechte eingeschränkt werden müssen». Dies und die hohe Befürwortung zur stärkeren Terrorismusbekämpfung (89%) zeigt, dass Schweizerinnen und Schweizer auch 2018 diesem Thema hohe Priorität bemessen.

Bei der Schweizer Stimmbevölkerung geniesst die Neutralität auch 2018 grossen Rückhalt. 95% der Befragten sprechen sich für die Beibehaltung der Neutralität aus und für 86% ist Neutralität «untrennbar mit dem schweizerischen Staatsgedanken verbunden». Die geringe Öffnungsbereitschaft äussert sich in der deutlichen Ablehnung eines Beitritts zur Nato (19%) oder zur EU (16%).

Durchführung der Studie

Zwischen dem 4. und dem 30. Januar 2018 wurden die Daten der Studie «Sicherheit 2018» durch das Forschungsinstitut LINK erhoben. Dabei wurden 1209 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger aus der Deutschschweiz, der Westschweiz und dem Tessin telefonisch interviewt. Der Stichprobenfehler liegt bei ±2.8%.

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