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Es tut sich viel beim Pflanzenschutz

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Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gibt aktuell einiges zu reden, deshalb hat der Schweizer Bauernverband die Ausgangslage, die damit verbundenen Herausforderungen und Lösungsansätze in einem Fokusmagazin zusammengetragen. Auf dem, am kantonalen Pflanzenschutzprojekt mitwirkenden Betrieb von Ana Maria und Markus Lüscher im bernischen Schalunen zeigte er, wo die Schweizer Landwirtschaft steht und wohin sie will.

Tatsache ist: Die Landwirtinnen und Landwirte setzen Pflanzenschutzmittel nicht zum Spass ein. Sie schützen damit ihre Kulturen vor Krankheiten, Schädlingen oder Unkräutern und stellen eine verkäufliche Ernte sicher. Die Anforderungen des Handels und der Konsumenten sind streng: Sie akzeptieren kein Obst mit Pilzflecken, Gemüse mit Läusen oder Kartoffeln mit Drahtwurmlöchern. Auch die Lagerfähigkeit muss sichergestellt sein. Die Bauernfamilien leben vom Verkauf ihrer Produkte, sie können es sich nicht leisten, nichts zu tun und zuzuschauen, wie ein Pilz oder Schädling ihre Ernte zerstört. 

Die Devise beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Denn Pflanzenschutzmittel sind ein Kostenfaktor. Deshalb ergreifen die Bauernfamilien Vorbeugemassnahmen wie Fruchtfolgen, den Einsatz von robusten Sorten oder eine geeignete Bodenbearbeitung. Sie arbeiten mit modernen Maschinen und Techniken, die zielgenau arbeiten und Abdrift verhindern. Auch in der konventionellen Produktion kommen immer häufiger biologische Mittel oder alternative Methoden zum Einsatz. Generell ist es so, dass der Import von Lebensmitteln steigt, wenn die Schweizer Ernte aufgrund mangelnden Schutzes zugrunde geht. Die offiziellen Kontrollen zeigen, dass damit Lebensmittel mit mehr Rückständen ins Land kommen. Dazu kommen die Auswirkungen des gesetzlich weniger geregelten Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln auf die Umwelt in den Herkunftsländern. 

Die Schweizer Bauernfamilien haben Vorbildcharakter – auch beim Pflanzenschutz. Sie arbeiten intensiv daran, noch besser zu werden. Sie wollen das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in ihre Produkte erhalten. 

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