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Mitbenützung des Swisscom-Netzes wird günstiger

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Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hat aufgrund von Gesuchen von Sunrise und Salt die Preise für die regulierten Telecomdienste von Swisscom überprüft. In vielen Fällen werden die Preise rückwirkend für die Jahre 2013 - 2016 tiefer festgesetzt. Die Berechnungen beruhen erstmals auf der modernen Glasfaser-Technologie und nicht mehr auf den herkömmlichen Kupferkabeln.

Gemäss Fernmeldegesetz (FMG) ist Swisscom als marktbeherrschende Anbieterin verpflichtet, bestimmte Dienstleistungen der Konkurrenz zu kostenorientierten Preisen anzubieten. Sind die Konkurrenzunternehmen mit den verlangten Preisen nicht einverstanden, entscheidet die ComCom. Bei der Berechnung dieser Preise stützt sich die ComCom nicht auf die realen Kosten, sondern auf die hypothetischen Kosten, mit denen eine effiziente Anbieterin rechnen müsste, wenn sie heute ein neues Netz mit der neuesten verfügbaren Technologie erstellen würde.

Für die Berechnung der Preise ab 2013 hat sich die ComCom zum ersten Mal auf ein Kostenmodell abgestützt, das nicht mehr auf Kupfer-, sondern auf Glasfaserleitungen beruht, wie dies die am 1. Juli 2014 in Kraft getretenen Bestimmungen der Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) verlangen.

Sunrise und Salt hatten bei der ComCom die Überprüfung der Zugangspreise für die Jahre ab 2013 verlangt. Die ComCom hat nun Teilentscheide für die Jahre 2013 – 2016 gefällt. Diese Entscheide können innert 30 Tagen beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden.

Entbündelung der letzten Meile

Swisscom muss im Bereich der letzten Meile anderen Anbieterinnen den Zugang zu ihren Anschlussleitungen nur gewähren, sofern es sich dabei um Kupferleitungen handelt. Glasfaserleitungen unterliegen in der Schweiz keiner Regulierung. Eine Ausdehnung der Prüfungsbefugnis auf Glasfaserleitungen hat das Parlament vor wenigen Wochen abgelehnt.

Für die Überprüfung der von Swisscom verlangten Preise für die Mitbenutzung ihrer Kupferleitungen, müssen dennoch zuerst die hypothetischen Kosten eines modernen Glasfasernetzes berechnet werden. Um der im Vergleich zu Glasfasern geringeren Leistungsfähigkeit von entbündelten Kupferleitungen Rechnung zu tragen, müssen die hypothetischen Kosten eines aktuellen Glasfasernetzes anschliessend um einen gesetzlich vorgeschriebenen Korrekturfaktor reduziert werden.

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