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Ausgaben für wirtschaftliche Sozialhilfe gestiegen

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Die Nettoausgaben für Sozialhilfe im engeren Sinn – auch wirtschaftliche Sozialhilfe genannt – stiegen 2017 nominal um 3,4% auf 2,8 Milliarden Franken an. Die Veränderung zum Vorjahr befand sich damit auf dem Niveau der letzten Jahre. Die jährlichen Ausgaben pro Empfängerin und Empfänger betragen knapp 10 000 Franken. Dies zeigen die neuesten Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Für die Sozialhilfe im engeren Sinn wurden 2017 nominal rund 2,8 Mrd. Franken ausgegeben – rund 94 Mio. Franken mehr als im Jahr 2016. Dies entspricht einer Zunahme von 3,4%. In den Vorjahren lag dieser Wert bei 3,9% (2016) respektive 2,1% (2015). Inflationsbereinigt stiegen die Ausgaben im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,9%. Die Anzahl der mit Sozialhilfe im engeren Sinn unterstützten Personen nahm 2017 gegenüber dem Vorjahr um 1,9% zu. Die durchschnittlichen jährlichen Nettoausgaben pro Empfängerin und Empfänger stiegen nominal um 1,6% von 9961auf 10 116 Franken. Im Vorjahr war die Zunahme mit 1,7% fast gleich hoch gewesen.

An den Gesamtausgaben für alle Sozialleistungen, welche sich gemäss Gesamtrechnung der Sozialen Sicherheit (GRSS) 2016 auf 170 Mrd. Franken beliefen, hatte die Sozialhilfe im engeren Sinn einen Anteil von 1,7%.

Anstieg bei der Sozialhilfe im weiteren Sinn

Um Personen davor zu bewahren, Sozialhilfe im engeren Sinn respektive wirtschaftliche Sozialhilfe beziehen zu müssen, richten die Kantone vorgelagerte bedarfsabhängige Sozialleistungen aus. Zusammen mit der Sozialhilfe im engeren Sinn bilden diese Leistungen die Sozialhilfe im weiteren Sinn. Im Jahr 2017 gaben Bund, Kantone und Gemeinden 8,3 Mrd. Franken für Leistungen der Sozialhilfe im weiteren Sinn aus. 59,6% davon (4,9 Mrd. Franken) entfielen auf die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, ein weiteres gutes Drittel auf die Sozialhilfe im engeren Sinn.

Die übrigen Leistungen der Sozialhilfe im weiteren Sinn (Alters- und Invaliditätsbeihilfen, Arbeitslosenhilfen, Familienbeihilfen, Alimentenbevorschussungen und Wohnbeihilfen) umfassten gesamthaft lediglich 6,4% der Ausgaben. Diese Gruppe von Leistungen wird nicht in allen Kantonen ausgerichtet, einzelne Leistungen können während eines Jahres neu eingeführt bzw. abgeschafft werden.

Auch bezogen auf die Bevölkerung ist bei der Sozialhilfe im weiteren Sinn ein Ausgabenwachstum festzustellen. Betrugen die durchschnittlichen jährlichen Ausgaben für Leistungen der Sozialhilfe im weiteren Sinn pro Einwohnerin und Einwohner im Jahr 2016 nominal noch 972 Franken (+1,5% gegenüber 2015), stiegen sie im Jahr 2017 auf 977 Franken an (+0,5%).

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