Home | Nachrichten | Schweiz | Wie geht es weiter im Migrationsbereich nach dem Brexit?

Wie geht es weiter im Migrationsbereich nach dem Brexit?

Schriftgrösse: Decrease font Enlarge font

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 22. März 2019 drei Entscheide getroffen, um die guten Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich (UK) im Migrationsbereich zu sichern, sollte es zu einem ungeordneten Austritt des UK aus der Europäischen Union (EU) kommen.

Der Bundesrat hat verschiedene Massnahmen ergriffen, um die guten bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich über den Austritt des UK aus der EU hinaus zu sichern. Zudem hat er eine Revision der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) mit einem separaten Kontingent für Staatsangehörige des UK verabschiedet.

In seiner Sitzung vom 13. Februar 2019 hat der Bundesrat im Sinne der Eventualplanung ebenfalls bereits beschlossen, dass die Schweizer Wirtschaft auch bei einem ungeordneten Brexit weiter Arbeitskräfte aus dem UK rekrutieren können soll. Deshalb gilt für das Jahr 2019 für UK- Staatsangehörige, welche zwecks Erwerbstätigkeit ab dem Zeitpunkt des Austritts aus der EU in die Schweiz einreisen, ein separates Kontingent von 3500 Personen.

Der Bundesrat hat ferner entschieden, die Staatsangehörigen des UK für die Einreise in die Schweiz auch für einen längerfristigen Aufenthalt von der Visumspflicht zu befreien. Die VEV wurde diesbezüglich ebenfalls angepasst. Diese Änderung gilt ab dem Tag, an dem das FZA gegenüber dem Vereinigten Königreich keine Anwendung mehr findet.

Im Gegenzug hat das Vereinigten Königreich bestätigt, dass auch Schweizer Staatsangehörige ab dem Zeitpunkt des Austritts des UK aus der EU von der Visumspflicht befreit sind, sowohl für den kurzfristigen wie auch für den längerfristigen Aufenthalt im UK.

hinzufügen zu: Add to your del.icio.us del.icio.us | Digg this story Digg
powered by Surfing Waves
Tags
Keine Tags für den Artikel vorhanden
Umfrage: Fall Strache
Können Sie sich vorstellen, dass deutsche Medien die Täuschungsaktion gegen den österreichischen Vizekanzler Karl Heinz Strache selbst lanciert haben?