Home | Nachrichten | Schweiz | Bundesrat Cassis trifft "Schweizer" in Uruguay

Bundesrat Cassis trifft "Schweizer" in Uruguay

Schriftgrösse: Decrease font Enlarge font

Zum Auftakt seines Aufenthalts in Uruguay hat Bundesrat Ignazio Cassis die Orte San José und Nueva Helvecia besucht. Die beiden Kleinstädte haben einen engen Bezug zur Schweizer Gemeinschaft.

Rund 3,4 Millionen Menschen leben in Uruguay auf einer Fläche, die rund vier Mal so gross ist wie diejenige der Schweiz. 50'000 von ihnen haben Schweizer Wurzeln. Viele ihrer Vorfahren waren im 19. Jahrhundert nach Uruguay ausgewandert - zum Teil um der Armut in der Schweiz zu entkommen, zum Teil um in der Neuen Welt neue Entfaltungsmöglichkeiten zu finden. Mitgebracht haben die Schweizerinnen und Schweizer damals ihre Kenntnisse in der Milchwirtschaft, namentlich in der Käseherstellung. Sie machten auch als erste von modernen Landwirtschaftsmaschinen Gebrauch. Beides führte in Uruguay, zu einem wichtigen Entwicklungsschub im Landwirtschaftssektor. Deshalb sowie aufgrund der vielfältigen kulturellen Impulse geniessen die Schweizer Gemeinschaft und die Schweiz selbst in Uruguay heute ein hohes Ansehen.

Nach wie vor sind die Spuren dieses Teils der Schweizer Geschichte in Uruguay lebendig. So existieren in der Hauptstadt Montevideo ein Schweizer Club und eine Società Patriottica Liberale Ticinese. Verschiedene Paläste in Montevideo sowie die Basilika von San José de Mayo sind mit Bildern geschmückt, die der Tessiner Künstler Martino Perlasca gemalt hat. Und mit Nueva Helvecia hat Bundesrat Ignazio Cassis gestern  eine Kleinstadt besucht, die schon in ihrem Namen auf den «Schweizer» Ursprung hinweist und noch Prärie war, bevor die ersten Siedler 1862 ankamen.

hinzufügen zu: Add to your del.icio.us del.icio.us | Digg this story Digg
Tags
Keine Tags für den Artikel vorhanden
Umfrage: Fall Strache
Können Sie sich vorstellen, dass deutsche Medien die Täuschungsaktion gegen den österreichischen Vizekanzler Karl Heinz Strache selbst lanciert haben?