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Bundesrat mischt sich in Zypernkrise ein

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Die seit Jahrzehnten offene Zypern-Frage hat den Besuch von Bundesrat Ignazio Cassis in Nicosia geprägt. Nach dem Besuch der Pufferzone zwischen Norden und Süden am Montag traf er heute den zypriotischen Aussenminister Nikos Christodoulides.

Am Montag hatte Bundesrat Cassis die Pufferzone zwischen Norden und Süden der Insel besucht, die von der United Nations Peacekeeping Force in Cyprus (UNFICYP) kontrolliert wird. In einem Gespräch mit der UNO-Sonderbeauftragten Elizabeth Spehar hatte er sich über die Arbeit der seit 1964 laufenden UNO-Mission informieren lassen.

Zudem traf er sich mit den Mitgliedern des gemischten, humanitären Committee on Missing Persons (CMP). Dieses setzt sich aus einer Türkisch-Zypriotin, einem Griechisch-Zyprioten und einem neutralen Mitglied zusammen. Dieses dritte Mitglied ist bisher immer ein Schweizer gewesen. «Auch dank der Neutralität ist es einem Schweizer Experten möglich, mit unserer Kompetenz und unserem Know-how hier einen wichtigen Beitrag für die Menschen auf Zypern zu leisten», betonte Bundesrat Cassis.

«Wir würden uns freuen, wenn die Schweiz erneut einen Impuls zur Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Lösung der Zypern-Frage leisten könnte. Für die Schweiz sind stabile Verhältnisse im Mittelmeerraum von grosser Bedeutung», sagte Bundesrat Cassis zum Abschluss seines Zypern-Besuchs in Nikosia. Die Schweiz sei bereit, weitere Gesprächsrunden zu ermöglichen, wenn alle Parteien gewillt sind, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. «Ich habe dies heute in meinen Gesprächen auch meinem Amtskollegen Nikos Christodoulides mitgeteilt», erklärte Bundesrat Cassis weiter.

 

Bild: © alekstaurus/123rf.com

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