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Bilaterale Verträge mit der EU killen den Schweizer Zucker

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Die Schweizer Zuckerwirtschaft ist aufgrund tiefer Zuckerpreise und dem daraus folgenden rückläufigen Rohstoffangebot unter Druck. Eine unabhängige Betriebswirtschaftsstudie zeigt auf, dass bei anhaltend tiefen Zuckerpreisen allein mit Optimierungsmassnahmen in Anbau und Verarbeitung oder der Schliessung einer Zuckerfabrik die Gewinnschwelle nicht erreicht werden kann. Dazu braucht es eine breite Palette an Massnahmen unter Einbezug aller Partner.

In der Schweiz bauen aktuell 4500 Landwirte auf rund 18'000 Hektaren Zuckerrüben an. Diese werden von der Schweizer Zucker AG in Frauenfeld und Aarberg jährlich zu rund 250 000 Tonnen Zucker verarbeitet. Damit werden durchschnittlich 70% des Schweizer Gesamtbedarfs abgedeckt. Die restlichen 30% werden importiert.

Durch die bilateralen Verträge ist der Zuckerpreis in der Schweiz eng mit demjenigen der EU verknüpft. Die Zuckerproduktion in der EU war bis vor zwei Jahren durch Anbaubeschränkungen bestimmt. Mit der 2017 erfolgten Aufhebung der Zuckerquoten in der EU wurde die Produktion stark ausgedehnt. Die Folge sind stark sinkende Preise und eine Angleichung des EU-Zuckerpreises an den Weltmarktpreis.

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