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Recht auf eine Erziehung ohne Gewalt

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Gewalt ist als Erziehungsmittel in der Schweiz auch heute noch verbreitet. Das bestätigen die Ergebnisse neuerer Studien. Auch wenn physische Gewalt weniger oft vorkommt als vor 25 Jahren, sind wie schon damals die jüngsten Kinder am meisten davon betroffen. Zudem geben 2/3 der befragten Eltern an, psychische Gewalt anzuwenden.

Ein Forschungsbericht von 2017 basierend auf einer Elternbefragung der Universität Freiburg zeigt: Im Vergleich zu 1990 hat sich der Anteil Eltern, die berichten häufig oder regelmässig Gewalt in der Erziehung anzuwenden, stark verringert. Dennoch geben rund die Hälfte der befragten Eltern an, körperliche Gewalt in der Erziehung anzuwenden.

Während dies mehrheitlich nur selten vorkommt, gibt es eine Gruppe von Eltern (je nach Art der Befragung 6%-11%), die häufig und regelmässig physische Gewalt anwendet. Diese Gruppe ist anteilmässig über die Jahre konstant geblieben. Auch psychische Formen von Gewalt kommen häufig vor. Zwei Drittel der Eltern geben an, psychische Gewalt anzuwenden, jeder vierte Elternteil tut dies sogar regelmässig.

Aus der Elternbefragung geht weiter hervor, dass körperliche Gewalt besonders häufig bei kleinen Kindern zwischen 0 und 6 Jahren vorkommt: Jedes 11. Kind dieser Altersgruppe ist davon betroffen.

Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ bezieht in einem Positionspapier Stellung, formuliert ihre Forderungen und ruft Behörden und Politik zum Handeln auf. Aktueller Anlass ist der Beginn des Verfahrens, in dem die Schweiz dem UN-Kinderrechtsausschuss Bericht erstattet über ihre Fortschritte in der Umsetzung der Kinderrechtskonvention.

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