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10,2 Millionen CHF für Albanien

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An der internationalen Geberkonferenz vom 17. Februar 2020 in Brüssel sagte die Schweiz rund 10,2 Millionen CHF zu, um Albanien bei der Behebung der beträchtlichen Schäden des Erdbebens vom 26. November 2019 zu helfen. Es war das heftigste Erdbeben in Albanien seit 40 Jahren. Die Konferenz wurde auf Initiative der Europäischen Kommission organisiert.

Ende November 2019 wurde Albanien von einem Erdbeben der Stärke 6,4 erschüttert. Das Epizentrum befand sich 10 km nördlich von Durrës, der zweitgrössten Stadt des Landes, die etwa 30 km östlich der Hauptstadt Tirana liegt. Das Erdbeben forderte 51 Todesopfer. Die Schweiz leistete rasch Hilfe. Auf Ersuchen der albanischen Regierung entsandte sie Spezialistinnen und Spezialisten für Bautechnik sowie ein Soforteinsatzteam des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) in die betroffene Region. Über 5200 Personen profitierten vom Engagement der Humanitären Hilfe des Bundes.

Die Schweiz unterstützt Albanien seit 1992 über die Ostzusammenarbeit. In diesem Rahmen leistet sie Transitionshilfe, insbesondere in den Bereichen Demokratisierung, Dezentralisierung, Wirtschaftsentwicklung, städtische Infrastruktur, Energie und Gesundheit. Dieses Jahr feiern die Schweiz und Albanien zudem das 50-jährige Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen. Vor diesem Hintergrund war es selbstverständlich das Partnerland in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) werden Mittel für Wiederaufbauprojekte bereitstellen. Ausserdem sind Massnahmen in den Bereichen Katastrophenvorsorge und Prävention vorgesehen, die die derzeit geplanten Kooperations- und Entwicklungsprogramme ergänzen sollen.

Das Erdbeben vom 26. November 2019 zerstörte oder beschädigte zahlreiche Häuser. Mehr als 83’000 Häuser müssen repariert werden. Neben 51 Toten forderte das Beben fast 1000 Verletzte, und bis zu 17’000 Menschen wurden vertrieben, nachdem sie ihre Häuser verloren hatten.

Die Schäden werden auf fast 900 Millionen CHF, die Wiederaufbaukosten auf 1,15 Milliarden CHF geschätzt.

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