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Zahlungsrückstände 2017 die häufigste Verschuldungsart

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18,9% der Bevölkerung lebten im Jahr 2017 in einem Haushalt mit mindestens einem Zahlungsrückstand in den vorangehenden 12 Monaten. Am häufigsten ausstehend waren Steuerrechnungen und Krankenkassenprämien. 8% lebten in einem Haushalt mit mindestens drei verschiedenen Verschuldungsarten. Dies sind die Ergebnisse der Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) des Bundesamts für Statistik (BFS).

Zu den Verschuldungsarten zählen neben den Zahlungsrückständen die Fahrzeug-Leasings, Klein- oder Konsumkredite, Ratenzahlungen, Verschuldungen bei der Familie oder Freunden, Hypotheken auf den Zweitwohnsitz, sowie Kontoüberziehungen oder unbezahlte Kreditkartenrechnungen. Berücksichtigt man sämtliche dieser sieben Verschuldungsarten, lebten im Jahr 2017 42,5% der Bevölkerung in einem Haushalt mit mindestens einer Verschuldung.

Rund 10% lebten in Haushalten mit unbezahlter Steuerrechnung

Zur Verschuldungsart «Zahlungsrückstände» zählen unbezahlte Mieten oder Hypothekarzinsen für den Hauptwohnsitz, laufende Wasser-, Strom-, Gas- und Heizungsrechnungen, Krankenkassenprämien, Kreditrückzahlungen, Steuern, Rechnungen für Telekommunikation, Unterhaltszahlungen und andere Rechnungen. Die am häufigsten vorkommenden Zahlungsrückstände waren dabei im Jahr 2017 die Steuerrechnungen und Krankenkassenprämien mit einem Auftreten bei 9,9% respektive 7,3% der Bevölkerung.

Der Anteil Personen, der von mindestens einer Art von Zahlungsrückstand betroffen ist, sinkt mit zunehmendem Alter, Bildungsstand und Einkommen. Personen, die in einem Haushalt mit Kind(ern) leben, waren dagegen häufiger betroffen (25,0% mit mindestens einer Art von Zahlungsrückstand) als Haushalte ohne Kinder (11,2%). Zudem hatten mehr als ein Drittel der Personen, die in einem Einelternhaushalt leben, mindestens einen Zahlungsrückstand in den vorangehenden 12 Monaten.

8% lebten in Haushalten mit mindestens drei Verschuldungsarten

Die nach den Zahlungsrückständen häufigsten Verschuldungsarten waren Fahrzeug-Leasings (14,6%), Verschuldungen bei der Familie oder Freunden (10,3%) und Klein- oder Konsumkredite (9,0%). Insgesamt lebten 42,5% der Bevölkerung in einem Haushalt mit mindestens einer Schuldenart, 18,4% mit mindestens zwei und 8% mit mindestens drei. Die Bevölkerungsgruppen, die am häufigsten in einem Haushalt mit mindestens drei Verschuldungsarten leben, waren Grossfamilien mit drei oder mehr Kindern (17,1%), Erwerbslose (15,3%), sowie Ausländerinnen und Ausländer (13,0%). Personen, die in Haushalten in der französisch- beziehungsweise italienischsprachigen Schweiz lebten, hatten mit 12,5% respektive 11,7% öfter mindestens drei Verschuldungsarten als Personen, die in Haushalten in der Deutschschweiz lebten (6,2%).

Anhäufung von Schulden, Betreibungen und Verlustscheinen

Bei den Personen, die in einem Haushalt mit mindestens drei Verschuldungsarten leben, wiesen 27,5% mindestens eine Betreibung in den letzten 12 Monaten aus. 7,6% der Bevölkerung leben zudem in einem Haushalt mit mindestens einer Person, die eine Betreibung oder einen Verlustschein zu ihren Lasten hat. Vor allem erwerbslose Personen (26,0%) sowie ausländische Personen aus ost- oder aussereuropäischen Ländern (23,8%) und Grossfamilien (18,3%) sind betroffen.

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