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Corona-Krise: Ungarn lässt die Schweiz sehr schlecht aussehen

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Was macht der ungarische Premierminister Victor Orban und seine Regierungsmannschaft in der Corona-Krise nur so viel besser als der Bundesrat? Ungarns Zahl der insgesamt erkrankten Personen ist nur so hoch wie die Todesrate in der Schweiz.

Ungarn und die Schweiz zu vergleichen ist nicht schwer. Beide Länder haben unter 10 Millionen Einwohner und verfügen über eine relativ kleine Landfläche, wobei Ungarn mehr als doppelt so viele Quadratkilometer hat und etwas mehr als 1 Million mehr Einwohner. Die Bevölkerungsdichte, die in der Schweiz fast doppelt so hoch ist wie in Ungarn, ist für die Entwicklung der Corona-Fälle nicht verantwortlich, wie ein Vergleich mit anderen Nationen zeigt. Die wirklich riesigen Differenzen zeigen sich dann im politischen Umgang mit der Corona-Krise.

So begann es

Ende Januar 2020 wurde in Ungarn bereits ein operativer Stab gebildet, obwohl noch kein einziger Ungar erkrankt war. Die ersten Fälle der Coronavirus-Pandemie 2019-20 in Ungarn wurden am 4. März gemeldet.Am 25. Februar 2020 bestätigte die Schweiz den ersten Fall von COVID-19. Der Bundesrat handelte am 28. Februar und verbot nur Veranstaltungen über 1000 Teilnehmer, trotzdem wurden am 2. März 37 am Corona-Virus erkrankte Personen gemeldet und eine "Task Force" wurde einen Monat später am 31. März gebildet.

Schutzmasken

Am 1. Februar begann Ungarn mit der Produktion von Hygienemasken. In 12-Stunden-Schichten werden täglich 20 000 Masken produziert, die in verschiedenen Lagern im ganzen Land gelagert werden. Die Schweiz ist bis heute nicht in der Lage eine ausreichende Herstellung von Schutzmasken zu bewerkstelligen. Um diese Misere zu rechtfertigen hiess es dann, Schutzmasken würden angeblich nicht helfen.

Virus von Moslems eingeschleppt

Die ersten beiden bekannten Fälle in Ungarn waren Studenten aus dem Iran und am 5. März schleppte ein Brite die Krankheit erneut ein. Im weiteren Verlauf der Zunahme waren es immer wieder Ausländer, die für die Verbreitung sorgten.In der Schweiz kamen die ersten erkrankten Persionen aus dem Tessin und aus Italien, wo bereits das Chaos herrschte und trotzdem die Grenzen offen blieben.

Ausnahmezustand ausgerufen

Am 11. März rief die ungarische Regierung den Ausnahmezustand aus. Während diese Zeiträume in der Regel 15 Tage dauern wurde zusätzlich beschlossen, dass die Massnahmen auf unbestimmte Zeit in Kraft sein können. Am 16. März kündigte Premierminister Orbán weitere Einschränkungen an, darunter die Anordnung der Absage aller Veranstaltungen und ein Betriebsverbot für Restaurants und Cafés nach 15 Uhr. Am 20. März, als bereits 4840 Personen mit dem Coronavirus infiziert und 43 gestorben waren, entschloss sich der Schweizer Bundesrat dann ein Versammlungsverbot ab 5 Personen zu erlassen. In Ungarn waren am 23. März nur 167 Fälle zu verzeichnen und ganze 7 Tote.

Orban schliesst Grenzen Schweiz träumt weiter

Am 16. März gestattete Ungarn nur ungarischen Staatsbürgern die Einreise, während in der Schweiz alle Grenzen für jeden weit offen waren. 9 Tage später, als die Zahl der erkrankten in der Schweiz auf über 10.000 angestiegen war und es schon 145 Tote gab, schloss der Bundesrat die Grenzen für Touristen und Geschäftsreisende. Nur Schweizer und Ausländer mit Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung dürfen seitdem noch kommen.

Zahlen vom 08.04.2020 die das Resultat des politischen Umgangs mit der Krise zeigen

Das helfen jetzt auch nicht mehr die parteipolitischen Lobeshymnen in den staatlich finanzierten Mainstream Medien, denen im vergangenen Jahr 50 Millionen Franken von Bern zugesagt wurden. Die Schweiz zeigt am heutigen Tage eine dramatische hohe Zahl mit insgesamt 22,328 am Corona-Virus erkrankten. Man geht allerdings davon aus, dass die Zahl der mit COVID-19 infizierten Personen in der Schweiz wahrscheinlich viel höher als die Zahl der bestätigten Fälle ist, weil Personen mit nur leichten Symptomen nicht getestet werden. Ungarn, immerhin mit als 1 Million Einwohner mehr kommt nur auf 875 bestätigte Fälle. Wie schlecht der Umgang in der Schweiz mit dem Virus ist, zeigt auch die Todesrate. In der Schweiz liegt sie heute bei 874 Personen und in Ungarn nur bei 58 Toten.

Fazit: Offene Grenzen zur EU Hauptursache

Viele der Massnahmen der ungarischen Regierung wie auch des Bundesrates sind vom Datum her identisch, einige, wie z.B. die Bildung eines Krisenstabes und die Vorbereitung auf einen möglichen Ausbruch, unterscheiden sich deutlich. Hauptursache für die hohe Zahl an erkrankten und toten Schweizern sind die offenen Grenzen zur verseuchten Europäischen Union aus der, wie im Fall News Yorks, das Virus in die Schweiz eingeschleppt wurde.. Hätte der Bundesrat auf die Forderung der SVP vom 12. März reagiert und die sofortige Schliessung aller Landesgrenzen für Personen angeordnet und nicht erst fast 14 Tage später, wäre es nie soweit gekommen und Tausende Schweizer wären nicht infiziert und Hunderte könnten heute noch leben.

Foto: Belish.

 

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