Home | Nachrichten | Schweiz | Corona: Virus führte zu massivem Verkehrseinbruch

Corona: Virus führte zu massivem Verkehrseinbruch

Schriftgrösse: Decrease font Enlarge font

Am 16. März 2020 hatte der Bundesrat die «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz ausgerufen. Die Schweiz und mit ihr eine Vielzahl übriger Staaten trafen zahlreiche Massnahmen zur Verminderung des Übertragungsrisikos und zur Bekämpfung des Coronavirus. So wurden etwa systematische Binnengrenzkontrollen wiedereingeführt und Einreisebeschränkungen erlassen.

Zum Höhepunkt der Massnahmen brach der grenzüberschreitende Personenverkehr schweizweit um bis zu 80 Prozent ein. Nachdem die Schweiz am 15. Juni 2020 die Covid-Massnahmen an der Grenze vollständig aufgehoben hatte, stieg der Verkehr sehr rasch wieder an. Aktuell liegt der Grenzverkehr noch knapp zehn Prozent unter den Werten, die vor der Krise verzeichnet wurden.

112 049 Personen zurückgewiesen

Aufgrund der Einreisebeschränkungen hat die EZV an den Binnengrenzen 112 049 Personen zurückgewiesen. 16 854 Personen, die sich in einer Situation der äussersten Notwendigkeit befanden, wurde die Einreise gewährt.

8 848 Bussen verhängt

In 8 848 Fällen wurden Bussen wegen des Verstosses gegen die Covid-Massnahmen verhängt. 2 458 Fälle betrafen den Einkaufstourismus und verbotene Warenübergaben an der Grenze. Diese Massnahme war nötig, um eine Überlastung der Grenzinfrastrukturen durch unnötige Reisen zu verhindern. In 51 Fällen wurden bislang Beschwerden eingereicht.

15 400 Straftaten festgestellt

Insgesamt wurden vom 16. März bis zum 14. Juni 2020 15 400 Straftaten festgestellt, während der gleichen Periode im Vorjahr waren es 27 125. Es handelte sich unter anderem um Verstösse gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz, das Betäubungsmittelgesetz, das Waffengesetz sowie darüber hinaus auch um Urkunden- und Strassenverkehrsdelikte.

Bei den Überprüfungen konnten 3 693 Fahndungstreffer (Vorjahresperiode 2019: 6 446), davon 843 Personen, die wegen Verdachts auf ein Vergehen oder Verbrechen ausgeschrieben sind, 331 Fahrzeug- und Sachfahndungen sowie 1 652 offene Haftbefehle vollstreckt werden. Durch die hohe Kontroll- und Fahndungsdichte konnten darüber hinaus 1 182 rechtswidrige Aufenthalte festgestellt werden. Im Betäubungsmittelbereich wurden 2 881 Widerhandlungen aufgedeckt. Mit dem Ende der Binnengrenzkontrollen und mit der starken Zunahme des grenzüberschreitenden Verkehrs stellt die EZV einen spürbaren Anstieg der Straffälle in allen Bereichen fest, insbesondere beim Warenschmuggel.

hinzufügen zu: Add to your del.icio.us del.icio.us | Digg this story Digg
Tags
Keine Tags für den Artikel vorhanden
Umfrage: Vertrauen in Berufsgruppen
Welcher der folgenden Berufsgruppen vertrauen Sie am wenigsten?