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Bundespräsidentin besucht Teil der Ostukraine

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Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ist am Donnerstag, 23. Juli 2020, gemeinsam mit Präsident Volodymyr Zelenskyy in den Osten der Ukraine gereist.

In Stanyzja Luhanska besichtigten die Bundepräsidentin und der ukrainische Präsident am Nachmittag die Arbeiten zur Wiederinstandstellung einer Strasse und besuchten einen Übergang über die Kontaktlinie zwischen den Konfliktseiten. Die Bundespräsidentin betonte, dass die sogenannte Kontaktlinie Familien und Freunde teile und trenne, was zusammengehöre. Die fünf Übergänge, die jeden Monat eine Million Übertritte verzeichnen, seien aber hoffnungsvolle Orte. Sie betonte das Schweizer Engagement bei der Suche nach einer friedlichen Lösung des Konfliktes und verwies darauf, dass die von der Schweiz unterstützte OSZE-Mission auch zum Wiederaufbau der zivilen Infrastruktur beitrage.

Am Vormittag hatten Bundespräsidentin Sommaruga und Präsident Zelenskyy die aktuelle Situation in Slowjansk mit lokalen Behörden sowie Fachleuten der humanitären Hilfe und Entwicklungspolitik besprochen. Vor Ort wurde ausserdem ein Schweizer Hilfstransport empfangen, der Material zur Trinkwasser-Aufbereitung angeliefert hatte. Das Wasserwerk «Voda Donbasu» zählt in Europa zu den grössten seiner Art und versorgt fast vier Millionen Menschen auf beiden Seiten der Kontaktlinien mit Trinkwasser. Die Schweiz unterstützt dies seit 2015.

Die Reise in den Osten der Ukraine beschliesst den ersten bilateralen Präsidialbesuch aus der Schweiz in dem Land. Ziel war es, die bereits sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der Ukraine zu würdigen und zugleich das grosse Potential für einen noch engeren Austausch in politischer, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Hinsicht zu betonen.

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