Home | Nachrichten | Schweiz | Bauernverband: Wohl der Tiere endet an der Grenze

Bauernverband: Wohl der Tiere endet an der Grenze

Schriftgrösse: Decrease font Enlarge font
image

Der vorgesehene Gegenvorschlag des Bundesrats zur Masstierhaltungsinitiative verteuert einseitig die Schweizer Produktion, blendet die Importe aus und schwächt die aktuellen Tierwohllabels.

Der Bundesrat verabschiedete heute einen Gegenvorschlag zur Massentierhaltungsinitiative. Obwohl die Schweiz eines der strengsten Tierschutzgesetze der Welt hat und limitierte Tierbestände bei Schweinen, Geflügel und Kälbern bereits bestehen, sieht die Regierung weitergehende Vorgaben vor.

Der Schweizer Bauernverband ist darüber aus drei Gründen ernüchtert.

Erstens endet das Tierwohl für den Bundesrat an der Grenze. Alle neuen Bestimmungen gelten nur für die inländische Produktion. Die Importe werden einmal mehr ausgeklammert. Damit verteuert er einseitig die einheimische Produktion und schwächt deren Konkurrenzfähigkeit weiter. Kein Importeur muss nachweisen, ob das Tierwohl bei Fleisch- oder Milchprodukten eingehalten wurde.

Zweitens reduziert der Bundesrat mit den neuen Bestimmungen die Differenzierungsmöglichkeit über die verschiedenen Tierwohllabel.Bereits heute haben die Konsumenten die Wahl und können zusätzlichesTierwohl mit dem Kauf entsprechender Lebensmittel aktiv fördern.

Drittens geht es bei den vorgesehenen neuen Bestimmungen nicht nur um zusätzliche Kosten, sondern generell auch um die praktische Machbarkeit auf den einzelnen Betrieben.

Der Schweizer Bauernverband wird das Vernehmlassungsdokument nun im Detail prüfen und in seinen Gremien die Haltung dazu festlegen.
hinzufügen zu: Add to your del.icio.us del.icio.us | Digg this story Digg
Tags
Keine Tags für den Artikel vorhanden
Umfrage: Friedensnobelpreis für Trump
Donald Trump ist der erste Präsident seit 4 Jahrzehnten, der keinen neuen Krieg begonnen hat. Jetzt wurde er für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Hat er ihn verdient?