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Pussy Riot : "Fotzen-Aufruhr" beendet

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Die drei weiblichen Personen im Alter von 22, 24 und 30 Jahren, die in Russland in einer Kirche eine Punk-Show veranstalteten, und sich übersetzt "Fotzen-Aufruhr"(Pussy Riot) nennen, sind heute in Moskau schuldig gesprochen worden. Die drei Frauen wurden zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Den Angeklagten warf die Richterin vor, die Gefühle der Gläubigen auf das Schwerste verletzt zu haben. Sie hätten keine Reue gezeigt und die öffentliche Ordnung verletzt und zudem die Gefühle der Gläubigen beleidigt.

Vor Gericht landeten sie, weil sie eine nicht genehmigte Aktion im zentralen Gotteshaus der russisch-orthodoxen Kirche, der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am 21. Februar 2012 veranstaltet hatten. Sie betraten dabei den Ambo der Kathedrale, dessen Betreten ohne eine ausdrückliche priesterliche Einladung nicht gestattet ist, und sangen vor dem Altar ein „Punk-Gebet“ und bezeichneten darin die Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche als „die Scheiße Gottes“. Die Staatsanwaltschaft forderte wegen Rowdytums aus religiösem Hass je drei Jahre Haft.

Der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill I., verurteilte die Aktion als Blasphemie und wertete sie als Teil eines größeren Angriffs auf die Kirche, die von den meisten Russen als Bestandteil ihrer nationalen Identität und als wesentlicher Teil eines starken Staates gesehen wird. Mit einer Demonstration vor der Christ-Erlöser-Kathedrale brachten im April diesen Jahres mehr als 60.000 Gläubige ihre Unterstützung für die Kirche zum Ausdruck und forderten eine Bestrafung der drei Frauen.

Gegen die Punkband wurde daraufhin Anklage wegen grober Verletzung der öffentlichen Ordnung (Rowdytum) nach Paragraph 213 des russischen Strafgesetzbuchs erhoben. Bei einigen Dutzend vorherigen Auftritten auf den Strassen und dem Roten Platz in Moskau, hatten die drei Frauen bisher mehr Glück und sind dafuer jedesmal nur mit einer kleinen Geldstrafe davon gekommen!. Selbst als Bandmitglied Natalia Sokol bei einer Promoaktion im "Nakhodka" Supermarkt in St. Petersburg sich ein ganzes gefrorenes Poulet in die Vagina stopfte und so das Geschäft verliess ohne zu bezahlen, kam sie straffrei davon.

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