Libyen: Bani Walid unter schwerem Beschuss
Augenzeugen aus der libyschen Stadt Bani Walid berichteten, dass Pro-Regierungstruppen und Milizen die Bewohner unter schweren Beschuss genommen haben. Viele Zivilisten sollen von Granaten getötet worden sein und zahlreiche Häuser sind Opfer der Flammen geworden.
Die gestern veröffentlichten Meldungen, z.B. auf 20min.ch, wonach die Stadt gefallen sei, entsprechen offensichtlich nicht der Wahrheit. Es gibt anhaltende Berichte über unzählige Tötungen durch bewaffnete Banden und Milizen, die viele Häuser der Einwohnern plündern, mit Bulldozern niederwalzen und sie in Brand setzen. In der letzten Woche erschossen Regierungstruppen 32 Demonstranten.
Bisher sollen insgesamt mehr als 600 Menschen getötet worden sein, während die Zahl der Verletzten in Krankenhäusern auf über 1.000 angestiegen ist.
"Bani Walid ist von Milizen aus Misrata überfallen worden", so eine Frau gegenüber Journalisten: "Sie zerstörten alles, brachten Chaos, Tod und Zerstörung mit sich. Wenn Familien in ihre Häuser zurückkehren wollten, richteten die Milizen ihre Waffen auf sie, schossen und zwangen sie zu fliehen." Sie bestätigte auch, dass das örtliche Krankenhaus nicht mehr in der Lage sei die Menge der Verletzten zu versorgen.
Erneut zeigt sich, dass das Eingreifen des Westens überall auf der Welt nur menschliches Leid hinterlässt.
Hintergründe
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Aktuell 27.10.2012
Bani Walid: Giftgas und weisser Phosphor gegen Einwohner



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