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Polen will keine EM-Stimmen gekauft haben

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Der frühere Chef des polnischen Fußballverbandes, Michal Listkiewicz, hat den zyprischen Vorwurf des Stimmenkaufs bei der EM-Vergabe zurückgewiesen.

"Das ist eine Dummheit", sagte Listkiewicz, der den polnischen Antrag auf die Europameisterschaft vorbereitet hatte. Die ukrainische Agentur UNIAN zitierte ihn weiter mit den Worten, der zyprische Vorwurf sei ein "Akt der Verzweiflung und Frust".

Spyros Marangos, Vorstandsmitglied des zyprischen Fußballverbandes, versuche damit möglicherweise, mit UEFA-Funkionären "abzurechnen", so Listkiewicz.

Marangos hatte nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" behauptet, die Vergabe der EM 2012 an Polen und die Ukraine sei durch Stimmenkauf von UEFA-Funktionären beeinflusst worden.

Auch der Ex-Chef des russischen Fußballverbandes, Wjatscheslaw Koloskow, hielt den zyprischen Vorworf für unbegründet. "Wer brauchte dort etwas zu kaufen? Polen und die Ukraine hatten damals eigentlich keine Konkurrenten. Denn es war klar,  dass Ungarn und Kroatien deutlich weniger Chancen hatten", sagte Koloskow am Sonntag der Nachrichtenagentur RIA Novosti.

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