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Afghanistan: Zahl der Drogenlabors nimmt stark zu

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Die Zahl der Drogenlabors in Afghanistan ist innerhalb der letzten zwei Jahre um 250 Prozent gestiegen.

Wie ein Sprecher der russischen Drogenbehörde am Freitag der Nachrichtenagentur RIA Novosti bekannt gab, ist ein Zuwachs von 175 vor zwei Jahren auf 425 Drogenlabors in diesem Jahr zu verzeichnen. „Angesichts dessen müssen wir zugeben, dass die Effizienz der Maßnahmen zur Vernichtung von Drogenlabors in Afghanistan äußerst niedrig ist“, sagte der Sprecher.

Rund 6,4 Prozent der afghanischen Bevölkerung seien im Mohnanbau beschäftigt. Das seien 12,9 Prozent der Landbevölkerung. „2009 bauten 245 000 afghanische Familien Mohn an. 2010 sind es bereits 248 000 Familien“, so der Sprecher.

UN-Statistiken zufolge bringt der Drogenhandel rund 60 Milliarden US-Dollar jährlich. Das Budget des Landes liegt dabei bei nur zwölf Milliarden Dollar. Jährlich verdienen die Drogenhändler weltweit 0,5 Billionen Dollar. Der dadurch verursachte Schaden macht allein schon drei Prozent des Welt-Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus, wenn nur ein Faktor in Betracht gezogen wird - dass Drogensüchtige nicht an der Sozialtätigkeit beteiligt sind.

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